Mordprozess Fernfahrer gesteht Tötung von Sophia Lösche

BAYREUTH. Prozessauftakt im Mordfall Sophia Lösche: Der wegen Mordes angeklagte marokkanische Fernfahrer Boujeema L. hat gleich zu Beginn gestanden, die 28-jährige Anhalterin getötet zu haben.

In einer Erklärung seines Verteidigers heißt es, der 41-Jährige habe Sophia Lösche am 14. Juni 2018 am Parkplatz Sperbes in Folge eines Streits erschlagen (der Kurier berichtete). Der Angeklagte ließ vortragen, er habe beobachtet, wie Sophia Lösche das Führerhaus seines Lasters durchwühlt habe. In der Annahme, die Anhalterin wolle ihn bestehlen, will er sie zur Rede gestellt haben.

In dem folgenden Streit will er herausgehört haben, dass Sophia Lösche ihrerseits ihn des Diebstahls bezichtigte: Die Anhalterin habe Haschisch bei sich gehabt, das sie suchte. Nachdem die Studentin ihm beim Streit eine Ohrfeige versetzt habe, will er mit einem Schraubenschlüssel zugeschlagen haben.

Später, als er mit dem Leichnam in der Fahrerkabine durch Frankreich bis Spanien fuhr, will Boujeema L. In der Fahrerkabine einen Brocken Hasch gefunden und erkannt haben, dass der Auslöser für den tödlichen Streit ein Missverständnis gewesen sei.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft geht von ganz anderen Motiven aus: Boujeema L. habe an der Rastanlage am Schkeuditzer Kreuz voyeuristische Fotos gemacht und sich sexuell erregt. Schon in der Absicht, ein Sexualdelikt zu begehen, habe er die Anhalterin mitgenommen, sich an ihr vergangen und sie zur Verdeckung des Sexualverbrechens ermordet.

Dieses Sexualverbrechen streitet Boujeema L. ausdrücklich ab.

Der weitere Verlauf des ersten Verhandlungstages ist für Fragen an den Angeklagten reserviert.


Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mittwochsausgabe Ihres Nordbayerischen Kuriers.

 

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