Mohrenwäscher-Fasching Alles auf Anfang

Wenn der Präsident der Mohrenwäscher das Awaaf vergisst, zeigt das, dass noch nicht wieder alles Routine ist im Bayreuther Fasching. Der Sessionsauftakt war trotzdem gelungen.

„Wir setzen nach der Pandemie alles auf Anfang“, sagte Mohrenwäscher-Chef Jürgen Völkel vor dem Start des Saisonauftakts im gut gefüllten Evangelischen Zentrum. Knapp 15 Programmpunkte hatten die Aktiven auf die Beine gestellt. Die Aufregung war zu spüren vor den Auftritten der Kleinsten, der drei bis sieben Jahre jungen Sternchen, der Tanzmariechen oder auch der schon etwas reiferen Mohren-Weiber.

Trotzdem gelangen Tänze und Büttenreden, gefilmt und fotografiert von den mit glänzenden Augen zuschauenden Eltern, durchweg gut. „Weil wir versucht haben, auch während der Pandemie beim Training immer am Ball zu bleiben, soweit die Corona-Beschränkungen es zugelassen haben“, sagt Völkel. Deshalb habe man auch kaum Mitgliederschwund zu beklagen. Rund 280 sind es aktuell, acht aktive Gruppen für Garde- und Showtanz gibt es im Verein.

Und die zeigten ein Programm, das mit viel Beifall bedacht wurde. Auch das Publikum hatte ganz offensichtlich wieder richtig Lust auf Fasching. Besonderen Applaus bekamen drei ukrainische Mädchen, die in die Krümelgarde integriert sind. „Der Tanz ist eine eigene Sprache“, sagte Völkel dazu.

Rund 80 Auftritte, so schätzt und hofft der Präsident, werden Abordnungen des Vereins bis Aschermittwoch absolvieren. Das ist zwar nur ein gutes Drittel des Programms von vor der Pandemie. „Aber es ist schön, dass es endlich wieder losgeht“, sagt Völkel, der ausgerechnet beim Bayreuther Prinzenpaar das dreifache Awaaf vergaß. Die beiden nahmen’s mit Humor. Und so ein Präsident muss ja auch erst wieder reinfinden.

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