Mitwitz Franken-Bräu meldet Insolvenz an

Die Traditionsbrauerei Franken-Bräu in Mitwitz-Neundorf. Das Unternehmen ist zahlungsunfähig, wie Inhaber Rainer Mohr am Montag erklärte. Foto: picture alliance / dpa/Nicolas Armer

Die Traditionsbrauerei aus Mitwitz hat zuletzt einige Rückschläge erlitten. Offenbar zu viele, um nun auch die Corona-Pandemie zu überstehen.

Mitwitz - Die Mitwitzer Traditionsbrauerei Franken-Bräu muss Insolvenz anmelden. Dies hat Inhaber Rainer Mohr am Montag mitgeteilt, wie das Branchen-Forum „GetränkeNews“ berichtet. Mohr hatte die Brauerei 2015 übernommen und nach eigenen Angaben insgesamt über 1,8 Millionen Euro in die Modernisierung investiert.

Die Brauerei hatte zuletzt mehrere Rückschläge erlitten. So musste das Unternehmen 2019 wegen möglicher Belastungen mit Resten verdünnter Lauge mehrmals Produkte zurückrufen. „Durch gezielte Manipulation im Jahr 2019 wurden wir Opfer eines Rückrufes, was national und international Auswirkungen auf unser Unternehmen hatte. Obwohl die damals haltlosen Anschuldigungen zweifelsfrei durch unsere Behörden ausgeräumt wurden, litt trotz hoher Qualität unser Image, was uns die Marktsituation sehr erschwerte“, erklärt Mohr gegenüber „Getränke News.“ Die Brauerei musste seinerzeit 2,3 Millionen Flaschen zurücknehmen.

Weiterhin schwelt noch immer ein Rechtsstreit mit den Kronacher Schützen. Hier geht es um angebliche Ausstände, die beim jüngsten Freischießen entstanden sind (die NP berichtete).

Nichtsdestotrotz versuchte Rainer Mohr bis zuletzt weiterhin, den Brauereistandort Mitwitz zu modernisieren. Nachdem zuletzt am Stammsitz des Unternehmens nicht mehr abgefüllt werden konnte, sollten neue Anlagen helfen, das Ruder herumzureißen. Die Franken-Bräu wechselte zudem das Flaschen- und Kästen-Design, um attraktiver zu werden.

Nun muss die Franken-Bräu in dem Jahr Insolvenz anmelden, in dem das Unternehmen sein 500. Jubiläum hätte feiern wollen. „Nach einer kleinen Erholungsphase wurden auch wir 2020 von der Pandemie getroffen. Aufgrund fehlender staatlicher Unterstützung konnten wir trotz Hoffens und Glaubens uns nur noch bedingt positiv weiterentwickeln“, formuliert es Mohr. Auch die Suche nach Investoren sei erfolglos geblieben.

 

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