Die Handwerker geben sich die Klinke in die Hand, die Bestellungen laufen wie am Fließband ein. Und die tollste Nachricht: Am 13. Juni ist das Treff Hotel bereits ausgebucht.
Das Zimmer 102 ist bezugsfertig: Die Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen, alle textilen Bestandteile gereinigt, die Möbel und Matratzen ausgetauscht. Doch das Zimmer 102 kann erst bezogen werden, wenn auch die Arbeiten in den anderen 145 Zimmern beendet sind. Lang wird es nicht mehr dauern, betont Gertraud Hurrle, Eigentümerin des Treff Hotels Rheingold.
Die Handwerker geben sich die Klinke in die Hand, die Bestellungen laufen wie am Fließband ein. Und die tollste Nachricht: Am 13. Juni ist das Treff Hotel bereits ausgebucht.
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Ohne Pauken und Trompeten
Eine Eröffnung mit Pauken und Trompeter wird es nicht geben, sagen Gertraud Hurrle und Neffe Achim Porsch, Gebäudemanager der Hotels, bei einem Rundgang durch das Rheingold. Acht Jahre stand es leer, aber von einer Ruine könne keine Rede sein, betont Porsch, und weist entsprechende Äußerungen „bestimmter Kreise, die auch bei der Versteigerung anwesend waren“, zurück. Natürlich musste und muss noch immer viel investiert werden. In manchen Bädern fielen die Kacheln von der Wand. Die Beleuchtung wird auf kostensparendes LED umgestellt. Die Zimmer erhalten Klimaanlagen, neue Fernseher und Telefone. Wenn all dies und vieles mehr erledigt ist, dann gibt es eine Eröffnung. Allerdings nur ein „Soft-Opening“.
Tolle Atmosphäre
Was das heißt? Ganz einfach, sagt Gertraud Hurrle. Am 1. Juni starten die Arbeitsverhältnisse mit den ersten 25 Mitarbeitern, die die Eigentümerin selbst ausgesucht hat. Darunter der eine oder die andere Mitarbeiterin, die schon früher im Rheingold gearbeitet haben. Die tolle Atmosphäre und das kollegiale Miteinander hätten viele gereizt, wieder ins Rheingold zurückzukehren. „Allesamt hoch qualifizierte Fachleute“, betont Gertraud Hurrle. Bis zu ihrem Dienstbeginn gilt es noch, das neue vollelektronische Schließsystem an den Türen zu installieren. Parallel wird das Bistro wiederbelebt, das vorerst nur am Morgen und am Abend für die Verköstigung der Übernachtungsgäste geöffnet wird. „Wir beginnen langsam mit dem Betrieb“, sagt Gebäudemanager Porsch. Und seine Tante fügt an, dass man sich noch nicht festgelegt habe, welche Angebote man den Gästen offerieren werde. Vielleicht in Richtung Wellness. Aber eben nur vielleicht.
Auch wenn sie bisher noch nicht allzu viel zu lachen habe – die Kosten für die Sanierung und Modernisierung summieren sich wie die Kaufsumme auf eine siebenstelligen Betrag – ist Gertraud Hurrle optimistisch. Aus vielen Richtungen sei sie gedrängt worden, das Rheingold nicht in ein Studentenwohnheim umzubauen, sondern wieder als Hotel zu eröffnen. Die vielen Anfragen besonders aus dem Ausland würden belegen, dass Bayreuth großen Bedarf an weiteren Betten hat. Zum Beispiel am 13. Juni.
Fotos: Wittek