Ihre Arbeiten loten Grenzen aus
In ihren eigenen Arbeiten spielt das fragile Konstrukt der Zeit, an dessen Stabilität die Menschen sich im Alltag klammern, eine große Rolle. In der Rauminstallation „Eat to Remember – Eat to Forget“ (Berlin 2010) etwa werden die Besucher aufgefordert, sich für einen der angebotenen Kekse zu entscheiden: REMEMBER prangt auf der einen Sorte, FORGET auf der anderen. Mit dem Einverleiben des Kunstwerks wird vergegenwärtigt, was vergessen oder erinnert werden soll. Zum Kontemplieren stehen Stühle bereit, auch kann eine Notiz zurückgelassen werden. Rostek erzählt, wie sehr sie die Direktheit der Zettel berührt habe, in positiver und erschreckender Weise. In einer anderen Arbeit, „Zeitfenster“, vor vier Jahren in Berlin, können die Besucher die eigene Vergangenheit, Gegenwart, aber auch die Zukunft besuchen.