Mit Heimrecht in die Relegation SG Auerbach empfängt Dietmannsried

Auch auf ihn wird es ankommen: Alexander Tannenberger (am Ball) war im so wichtigen letzten Saisonspiel gegen die HSG Fichtelgebirge besonders torhungrig. Mit neun seiner insgesamt 91 Saisontreffer hatte der Routinier wesentlichen Anteil am 31:26-Sieg seiner SG Auerbach/Pegnitz. Foto: Klaus Trenz

HANDBALL. Die SG Auerbach/Pegnitz muss in die Verlängerung. Zweimal 60 Minuten und der unbekannte Gegner HSG Dietmannsried/Altusried stehen zwischen den Blau-Weißen und dem Verbleib in der Landesliga Nord. Im Heimspiel am Sonntag um 16.30 Uhr wollen Spielertrainer Matthias Schnödt und sein Team die Grundlage für eine erfolgreiche Relegation legen. Das Rückspiel findet am 25. Mai im Oberallgäu statt.

Allerdings haben die Auerbacher ihr Schicksal wegen des verschärften Abstiegs in den höheren Ligen nur bedingt in eigener Hand, ihre Hausaufgaben wollen sie natürlich dennoch erledigen. „Ich erwarte eine Partie mindestens auf Augenhöhe. In solchen Spielen kann das Publikum das Zünglein an der Waage sein“, hofft Schnödt auf eine volle Halle.

Mit welchem Kader die Heimmannschaft antreten wird, konnte der Trainer noch nicht sagen. „Einige Spieler haben sich in den abschließenden Trainingseinheiten ein paar Blessuren zugezogen, so dass sich erst am Spieltag entscheidet, wer wirklich einsatzfähig ist.“ Ähnliches gilt anscheinend auch für den Gegner. Auch dort kann Trainer Thomas Kinkel wenig dazu sagen, wer in Auerbach auflaufen wird. Allerdings wäre auch eine genaue Auflistung der Spieler nicht sehr hilfreich für Matthias Schnödt, da er über die Südstaffel wenig weiß. „Sie scheinen sowohl spielerisch als auch was die Tore anbelangt, ein sehr ausgeglichenes Team zu sein“, verweist Schnödt auf die Torschützenliste der Allgäuer. Mit Michael Feigele (89 Tore), Marcus Bernhard (70), Matthias Kreuzer (70), Maximilian Schneider (62), Tobias Aniser (56) und Jonas Kliemann (54) verfügt das Trainergespann Thomas Kinkel und Christian Hutner über ein Sextett, das für fast zwei Drittel aller HSG-Treffer verantwortlich zeichnet.

Spieler mit Bayern- und Drittligaerfahrung

„Der Einzige, der ein wenig heraussticht, ist Maximilian Schneider“, sagt Schnödt. Der Halbrechte wurde, nachdem er mehrere Jahre beim TSV Friedberg Bayern- und Drittligaerfahrung sammelte, im Laufe der Saison zurückgeholt, kam aber nur in elf Spielen zum Einsatz. Die HSG war, nachdem sie im Vorjahr einen hervorragenden dritten Platz errungen hatte, wieder mit dem Trainergespann Patrick Haas und Christian Hutner in die Saison gestartet. Haas jedoch musste etwa zur Mitte der Rückrunde aus beruflichen Gründen von seinem Posten zurücktreten und übergab den Stab an das Dietmannsrieder Urgestein Kinkel.

Unter der Führung des Trainergespanns Kinkel und Hutner errang die HSG in den letzten sieben Ligaspielen fünf Siege und sicherten sich damit den Relegationsplatz. Dabei zeigte sich eine der Haupteigenschaften der HSG: Sie gibt niemals auf. In mehreren Partien, zuhause wie auswärts, lag sie zur Pause fast aussichtslos zurück, kam mit Energie aus der Kabine und drehte selbst große Rückstände noch zu ihren Gunsten.

„Wir müssen 60 Minuten konzentriert arbeiten“, fordert deshalb der Trainer. Gleichzeitig soll das Team aber mit Spaß an die Sache herangehen und zeigen, dass es zurecht in der Landesliga spielt. Aggressive Abwehr, schnelles und sicheres Spiel, Rücklaufverhalten, Chancenverwertung, all die Probleme der Saison könnten in 120 Minuten geheilt werden. „Das Wichtigste wird jedoch sein, dass unsere vielen jungen Spieler ihre Nerven unter Kontrolle haben.“

 

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