Gesangstalent mit einem Herz für Kinder
| „Meine Freunde würden mich als sehr laut bezeichnen. Auf der Bühne gefriere ich aber und weiß nicht, was ich mit mir anfangen soll“, sagt Shantay Schieda, Schülerin des RWG. Spätestens nachdem sie mit souliger Stimme „If I ain’t got you“ von Alicia Keys ins Mikrofon gesungen hatte, war von Aufregung aber nichts zu spüren. Die fünf Jahre Gesangsunterricht haben sich gelohnt. Für die vielen Kinder, die die Miss-Wahl auf der Bühne sitzend miterleben und an der keine Kandidatin vorbei kommt, ohne abzuklatschen, ist Shantay aber noch aus einem ganz anderen Grund die Nummer eins: Sie sehnen sich danach, ihr am Ende des Abends durchs strubbelige Haar zu streichen. Und Shantay lässt das zu. Nach der Schule will sie einen Beruf lernen, bei dem sie mit Kindern zu tun hat. Bis es soweit ist, jobbt sie weiter in einer Bayreuther Eisdiele. |
Die Stimmungsmacher
| Ohne die zweite Mannschaft der „Oldschdodd“ wäre lange nicht so gute Stimmung. Ausgerüstet mit jeder Menge Schilder und flotten Sprüchen stehen die Reserve-Kicker als erste auf den Bänken. Moderator Höreth nennt sie „sexuelle Selbstversorger“ und sagt: „Altstädter musst sein, das tut weh und ist schee.“ |
Die Vorjahressiegerin
| Erst Teil der Jury und dann bei der Übergabe der Schärpe an ihre Nachfolgerin gefragt: Vorjahressiegerin Fee Hochmuth. Sie wiederum hatte das begehrte Band ein Jahr zuvor aus den Händen der Miss Kreuzer Kerwa 2016, Hanna Schattkowsky, erhalten. 2015 hieß die Siegerin der Wahl Christina Budweg. |
Platz 2: Steffi Wolfrum
| Mit 30 Jahren ist die zweifache Mutter die älteste Teilnehmerin. Gemeinsam mit Joann Ayeni belegt sie am Ende den zweiten Platz. „Besonders hübsch ist die Mama im Trikot des SC Kreuz“, sagt Moderator Christian Höreth. Von Beruf ist Wolfrum Betreuungsassistentin in einem Altenheim. Sie sagt: „Ich mache Pflege fürs Herz.“ Sohn Julian gratuliert. |
Ebenfalls Platz 2
| Wenn die 16-Jährige ihren Abschluss an der städtischen Wirtschaftsschule in der Tasche hat, will sie eine Ausbildung zur Stylistin machen. Zur Unterstützung hat Joann ihre Cheerleader-Kolleginnen mitgebracht. Und die Diamonds-Dancers haben bei den Basketballspielen von Medi-Bayreuth gelernt, wie man Stimmung macht. |
Keine Misswahl ohne Daniel und Elvis
| Die Wartezeit vor dem zweiten Durchgang verkürzen sich die beiden Bayreuther Originale Daniel Mahncke (links) und Manfred Scheler mit einem Plausch über ihre Frisuren. Mahncke ist bekannt dafür, dass er sie alle liebt, die bei einer Miss-Wahl auf die Bühne steigen und daraus auch keinen Hehl macht. Sein Tipp zur Pause: Steffi Wolfrum macht das Rennen. Weil sie anders als die restlichen Teilnehmern nicht 16 oder 21 Jahre alt ist sondern 30 und weil sie zeige, dass auch wer zwei Kinder habe, sich nicht zuhause verstecken müsse. Damit liegt Mahncke fast richtig. Steffi Wolfrum landet am Ende auf Platz 2. |
Von wegen keine Kreuzer Kerwa mehr
| Gerüchten, wonach die Kreuzer Kerwa im nächsten Jahr nicht mehr stattfinden soll, hält SC-Vorstand Frank Becker (rechts) entgegen: „Warum etwas aufhören, das so viel Spaß macht?“ Die Kreuzer Kerwa werde auch im nächsten Jahr wieder stattfinden. „Nur noch besser.“ |
Nie mehr Schnaps aus einem Schuh
| Mit Christina Budweg, der Miss Kreuzer Kerwa 2015, trank Moderator Christian Höreth vor drei Jahren noch Schnaps aus einem Schuh. Aber die wilden Zeiten sind vorbei, sagt der zweifache Familienvater, für den die Kreuzer Miss-Wahl die erste öffentliche Veranstaltung nach dreimonatiger Elternzeit war. Am Jacki-Cola, das ihm „Schnuggi“, wie Höreth sie nennt, in diesem Jahr auftischt, wird nur genippt. Immerhin: Kurz vor der Bikini-Runde knöpfen Frauen dem 48-Jährigen das schwarze Hemd auf. Und der Vorsitzende des SC Kreuz, Frank Becker, sagt zu Höreth: „Aufhören gibt’s nicht. Du hast nen Vertrag bis zur Rente.“ |