Mindestens 200 Tote bei Erdbeben in Himalaya

Bei dem schweren Erdbeben in Nepal sind nach offiziellen Angaben mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 400 Menschen seien verletzt worden, sagte Innenministeriumssprecher Laxmi Dhakal am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Kathmandu. Er befürchte, die Zahl der Toten werde noch steigen.

Erdbebenopfer in Kathmandu. Foto: dpa Foto: red

Indische Behörden sprachen von vier Toten auf indischer Seite, jeweils zwei in den Bundesstaaten Bihar und Westbengalen. In Bangladesch starb nach offiziellen Angaben eine Frau im Distrikt Pabna. 25 Textilarbeiterinnen seien außerdem verletzt worden, als sie aus ihrer Fabrik in Savar vor den Toren der Hauptstadt Dhaka flüchteten. Aus Pakistan wurden zunächst keine Toten gemeldet.

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Das Beben um 11.56 Uhr lokaler Zeit habe die Stärke 7,6 bis 7,9 gehabt, sagte Lokbijay Adhikari, Chef des Geologischen Zentrums in Nepal, der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachbeben seien bis 5,5 stark gewesen. Die US-Erdbebenwarte sprach von der Stärke 7,9. Das Zentrum lag demnach etwa 80 Kilometer Luftlinie westlich der Hauptstadt Kathmandu, in nur 15 Kilometern Tiefe.

In Nepal stürzten laut Augenzeugen zahlreiche Häuser ein, darunter viele historische Gebäude. Straßen rissen auf, sodass der Verkehr zum Erliegen kam. Auch der einzige internationale Flughafen des Landes wurde geschlossen.

dpa