Neue Jugendgruppierungen gewinnen an Einfluss
Darüber hinaus stellt der MAD eine anhaltende "Entgrenzung" des Rechtsextremismus fest: Positionen der extremen Rechten würden zunehmend "normalisiert". "Die Grenze des Sagbaren wird weiterhin sukzessive verschoben", heißt es in dem Bericht.
Seit Mitte des Jahres 2024 lassen sich nach MAD-Einschätzung vermehrt neue, rechtsextremistische Jugendgruppierungen feststellen, die sich im virtuellen Raum über die Nutzung sozialer Medien etabliert haben. Der Bericht nennt die Gruppierungen "Jung & Stark", "Deutsche Jugend Voran" und "Der Störtrupp". Es konnten "Bezüge einiger Angehöriger des Geschäftsbereichs zu diesen neuen Jugendgruppierungen festgestellt werden".
Diese Gruppierungen sind laut Bericht wiederholt im Zusammenhang mit rechtsextremistischen Störaktionen gegen öffentliche Veranstaltungen zum Christopher Street Day oder Angriffen auf politische Gegner in Erscheinung getreten. Auch die Verfolgung vermeintlich pädophiler Personen – sogenanntes "Pedo-Hunting" – zähle zu deren Aktionsformen, so der Abschirmdienst weiter.
Der MAD wird größer
Zum Stichtag 1. Dezember 2025 hatte der MAD laut Bericht rund 1.600 Bedienstete. Es laufen Vorbereitungen für weitere MAD-Stellen im Inland über die bestehenden acht Dienststellen hinaus. Zudem wurden im vergangenen Jahr Planungen für eine permanente MAD-Stelle in Litauen abgeschlossen. Dort will die Bundesregierung eine gefechtsbereite Panzerbrigade zum Schutz der Nato-Ostflanke stationieren.