Denn über die bisher schon in Deutschland bestimmten sicheren Herkunftsstaaten hinaus gelten auf EU-Ebene ab sofort auch Ägypten, Bangladesch, Indien, Kolumbien, Marokko, Tunesien und die Türkei als sichere Herkunftsländer – was für Asylbewerber mit einem Beschäftigungsverbot einhergeht.
SPD-Innenpolitiker gegen weitere Verschärfungen des Asylrechts
Für den SPD-Innenpolitiker, Hakan Demir, steht fest: "Geas darf nicht der Anfang für immer weitere Verschärfungen sein." Wichtig sei auch, nicht den Fehler zu machen, Erfolg oder Misserfolg des neuen Systems daran zu messen, ob die Zahl der Asylsuchenden steigt oder sinkt, sagt der Bundestagsabgeordnete. Das entscheide sich an anderer Stelle und habe mehr damit zu tun, ob es Frieden geben wird in der Ukraine und welchen Grad an Unfreiheit die Menschen in Afghanistan im Alltag erleben.
Grünen-Chef sieht verpasste Chance
Der Grünen-Vorsitzende, Felix Banaszak, sagt, die Geas-Reform, die während der Zeit der Ampel-Regierung unter Dach und Fach gebracht wurde, hätte "das Potenzial gehabt, mit klaren Regeln die Migration in der EU besser und humaner zu organisieren". Diese Chance habe die Bundesregierung jedoch vertan. Sie habe stattdessen alle Möglichkeiten genutzt, "um mit Verschärfungen Schutzsuchende einzuschüchtern und abzuwehren". Er kritisierte: "Die Bundesregierung scheint die Menschenwürde komplett aus dem Auge zu verlieren."