Es war ein kleiner Post auf Facebook, der aufhorchen ließ. „Für uns endet die Arbeit in der evangelisch-methodistischen Kirche mit diesem Monat. Für Gebete sind wir dankbar“, schrieb Pastor Alexander Bischoff. Seit September 2022 hatte er halbtags, ab Januar 2023 in Vollzeit die Nachfolge von Pastor Stefan Schörk übernommen, der ins Allgäu gewechselt war. Zum 30. Juni 2025 war nun sein Vertrag in Pegnitz ausgelaufen, wie er auf Nachfrage bestätigte, der Gemeindevorstand hatte seinem Verbleib nicht mehr zugestimmt. In den drei Jahren, die Bischoff in Pegnitz war, hatte er sich selbst als Quereinsteiger bezeichnet. Der Pastor, der nicht in der evangelisch-methodistischen Kirche ordiniert ist, hatte sogenannte Tutorien – Begleitungen – besucht. Es habe Beschwerden gegeben, dass er „mehr für die Stadt da ist und nicht für die eigenen Leute“, sagte Bischoff auf Nachfrage. „Es haben sich viele ein Stück weit mit meiner Arbeitsweise überfordert gefühlt“, formulierte er es. Sein Anliegen sei es gewesen, die Kirche für das nächste Jahrtausend vorzubereiten und fit zu machen. „Und ich habe erwartet, dass da auch von den ‚Älteren’ welche aktiv werden“, sagte er. Das habe aber nicht so funktioniert. Er stehe für eine Kirche, die sich nach außen hin öffnet, und der Gemeindevorstand hätte sich mehr gewünscht, dass er für die eigene Gemeinde da ist.