Esa-Experte Moissl erklärt mit Blick auf Asteroiden: "Objekte unter zehn Metern gelten im Allgemeinen als harmlos." Das Material sei auch nicht radioaktiv oder besonders heiß. Gefährlicher werde es bei größeren Asteroiden von mehr als zehn Metern Durchmesser, die weltweit etwa einmal pro Jahrzehnt zu erwarten seien. Sie könnten größeren Schaden anrichten.
Bei Objekten ab einer Größe von mehr als 50 Metern Durchmesser wäre etwa das Gebiet einer Stadt in Gefahr. Das Planetary Defence Office der Esa hat deshalb vor allem größere Asteroiden im Blick.
"Planetary Defence Office" klingt wie aus einem Science-Fiction-Film. Was macht man dort eigentlich?
Die Einheit versucht, genau solche größeren Schäden zu verhindern – also dass ein größerer Meteoriteneinschlag Schaden auf der Erde anrichtet, ohne dass vorher jemand gewarnt wurde und entsprechende Maßnahmen treffen konnte.
Neben zahlreichen Messungen zählt daher auch die enge Vernetzung mit anderen internationalen Stellen und der Kontakt mit Behörden dazu – etwa dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Bei großen Asteroiden würde im Ernstfall sogar an international abgestimmten Weltraummission zur Abwehr gearbeitet, so Moissl.
Erst Ende vergangener Woche konnte das Esa-Spezialteam für einen Asteroiden Entwarnung geben, der zeitweise als gefährlich eingestuft wurde: Der Asteroid "2024 YR4" wird demnach den Mond nicht treffen, sondern mit einer Entfernung von mehr als 20.000 Kilometern daran vorbeifliegen. Die Wahrscheinlichkeit eines Aufpralls galt zwar zuletzt ohnehin als gering, nun können die Fachleute ihn jedoch ganz ausschließen. Ein Einschlag auf der Erde war zuvor schon ausgeschlossen worden.
Wenn ein Meteorit bei mir zu Hause einschlägt, ist er dann meiner?
Köhler vom DLR sagt dazu prinzipiell: "Wer einen Meteoriten findet, darf ihn behalten." Allerdings sei dringend dazu geraten, solche Fundstücke zunächst nicht anzufassen und Experten – wie etwa das DLR – zu kontaktieren, da sie großen Wert für die Forschung hätten.