Mercedes komplett ausgebrannt A 93: Autorennen zwischen Mutter und Sohn endet im Crash

Redaktion

Mit bis zu 200 km/h Höchstgeschwindigkeit haben sich ein 20-Jähriger und seine Mutter auf der A93 - unter anderem bei Marktredwitz - ein Autorennen geliefert und einen schweren Unfall verursacht. Einer der Wagen brannte vollkommen aus. Sowohl Mutter als auch Sohn waren alkoholisiert.  

Ein aufmerksamer Zeuge hatte zunächst einen Unfall im Bereich der Anschlussstelle Marktredwitz Nord bei der Polizei gemeldet. Die beiden an dem Unfall beteiligten Fahrzeuge waren ein grüner Mercedes und ein Seat. Beide Unfallbeteiligte waren nach dem Anstoß an der Anschlussstelle wieder auf die A 93 in Richtung Regensburg gefahren. Der Mitteiler folgte ihnen, da sich an dem Mercedes keine Kennzeichen befanden. Der Mercedesfahrer und die Seat-Fahrerin fuhren dann auf der Autobahn mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 200 km/h. Dabei bremsten die beiden Wagen immer wieder ab, um danach wieder zu beschleunigten. Der Mercedes und der Seat überholten sich dabei auch mehrmals gegenseitig und vollführten in diesem Zusammenhang waghalsige Fahrmanöver, die insgesamt gesehen den Eindruck eines Rennes aufkommen ließen, heißt es im Polizeibericht. An der Anschlussstelle Altenstadt verlor der Zeuge den Mercedes und den Seat dann aus den Augen.

Unfallfahrer flüchtet zu Fuß

Kurz darauf wurde bei der Polizei ein brennender Pkw vor der Anschlussstelle Weiden-Frauenricht gemeldet. Als eine Polizeistreife dort eintraf und die Fahrbahn in Richtung Süden aufgrund der starken Rauchentwicklung sperrte, flüchtete der mutmaßliche Fahrer zu Fuß. Er konnte jedoch wenig später festgenommen werden. Bei dem ausgebrannten Wagen handelte es sich um den am Rennen beteiligten grünen Mercedes. Der festgenommene 20-Jährige war nicht im Besitz eines Führerscheins. Das Auto hatte er vor einiger Zeit in Marktredwitz gekauft und wollte ihn in seinen Heimatort im Landkreis Cham überführen. In dem Mercedes fanden die aufnehmenden Beamten dann auch noch ein Kennzeichen. Dieses vordere Kennzeichen ist für einen Opel Zafira ausgegeben und wurde augenscheinlich von dem 20-Jährigen kurz vor Fahrtantritt in Lorenzreuth entwendet. Ersten Erkenntnissen zufolge wollte der 20-Jährige dieses ursprünglich an dem Mercedes anbringen, um so den Eindruck zu erwecken, dass der Wagen zugelassen ist. Warum er es dann nicht angebracht hat und es in das Innere des Mercedes legte, müssen die weiteren Ermittlungen erst noch zeigen.

Mutter und Sohn betrunken

Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 20-Jährigen einen Wert von 1,64 Promille. Er hatte außerdem noch eine geringe Menge Cannabisprodukte dabei. Ihn erwarten jetzt Anzeigen unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen, Trunkenheit im Verkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren ohne Pflichtversicherung und Fahren ohne Zulassung.

Die Seat-Fahrerin konnte ebenfalls kontrolliert werden. Bei dieser Kontrolle stellte sich heraus, dass es sich bei ihr um die Mutter des 20-Jährigen handelt. Auch sie stand unter Alkoholeinfluss. Bei beiden Personen wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft ordnete ferner die Sicherstellung des Mercedes, des Seat und des Führerscheins der Seat-Fahrerin an. Aufgrund der Löscharbeiten der Feuerwehr Weiden war die Fahrbahn in Richtung Regensburg eine Stunde gesperrt. Zeugen des Autorennens sollen sich bitte bei der Verkehrspolizei Weiden, unter der Nummer 0961/401-0 oder der Polizei Marktredwitz unter 09231/9676-0 melden.

 

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