Seit 1980 müssen in Deutschland alle Uhren auf Sommer- und Winterzeit umgestellt werden. Damit passte sich die Bundesrepublik den anderen EU-Staaten an, die - als Nachwirkung der Ölkrise von 1973 - Energie sparen wollten, indem das Tageslicht länger genutzt wird. Am Sonntag ging die Sommerzeit zu Ende - und wie immer wurde das Zurückdrehen des Zeigers um eine Stunde von heftigen Diskussionen zwischen Gegnern und Befürwortern begleitet. Dass die Sommerzeit nicht zu den erhofften Einsparungen führt, hat inzwischen sogar das Bundesumweltamt bestätigt, weil der Strom für die Beleuchtung durch den Mehrverbrauch an Heizenergie "überkompensiert" wird - die neuen Energiesparlampen verstärken diesen Effekt noch. Die sinnlose Umstellung der Uhren bringt nicht nur den Schlafrhythmus von Menschen und Tieren durcheinander, sondern entlarvt darüber hinaus auch einen gefährlichen Irrweg, den die "modernen" Gesellschaften bei ihrem Umgang mit der Zeit eingeschlagen haben.
Meinungen Im Teufelskreis
Redaktion 03.11.2012 - 00:00 Uhr