Die CIA hält den saudischen Kronprinzen für den Drahtzieher hinter dem Mord an dem saudischen Journalisten und Regimekritiker Jamal Khashoggi? Egal, Trump geht es allein um Öl und Dollars. Wie viel zählt da ein Mensch? Und der Präsident denkt womöglich erst in zweiter Linie an "America first", sondern vor allem an seine ganz privaten Multi-Millionen-Geschäfte mit den Saudis, die er vergessen könnte, wagte er den Bruch mit Riad. Der Milliardär im Weißen Haus verfolgt unbekümmert seine Eigeninteressen. Seine Fans jubeln ihm trotzdem zu; sie stehen hinter ihm, wenn er sagt, Saudi-Arabien schaffe in den USA Hunderttausende Jobs. Es stimmt: Die Öl-Milliarden helfen der amerikanischen Wirtschaft, die den Scheichs Panzer und Raketen, aber auch Luxusgüter liefert. Trump betont, Riad sei wichtige Stütze im Kampf gegen den Terror und gegen das Mullah-Regime in Teheran. Bitte mal nachdenken! Haben die Amerikaner denn nicht damals den Schah hochgerüstet und dabei die Wut in der iranischen Bevölkerung nicht wahrgenommen, die so anschwoll, dass Ajatollah Khomeini genau das Regime etablieren konnte, das heute Schrecken verbreitet, weil es an der Atombombe arbeitet? Gier frisst Hirn. Wenn Trump die Moral wegwischt wegen der Dollar-Milliarden, die mit den Saudis zu machen sind, dann handelt er kurzsichtig. Die Amerikaner könnten rasch die Verlierer sein, wenn es in Riad zum Putsch kommt.