„Nicht wer viel besitzt, ist reich, sondern wer viel gibt“, hat Erich Fromm behauptet. „Nur die kleinen Leute zahlen Steuern“, soll Leona Helmsley gesagt haben. Der eine ist Philosoph gewesen. Die andere Milliardärin. Und nun könnte man das alte Vorurteil pflegen, dass Geist und Geld, Moral und Moneten eben nicht und niemals zusammengehen, und aufhören, über Reiche auch nur nachzudenken. Die Deutschen halten es gerade wieder so, seit einige ihrer Millionäre unter dem starken Verdacht stehen, Raffkes zu sein. Leute, denen Gesetze nichts gelten und erst recht nicht das Gemeinwohl. Aber die beliebte Formel „Reich ist gleich schlecht“ ist genauso albern wie die Vermutung, die Armen wären immer die Guten. Nebenbei: Wer ist eigentlich reich? Wer nur wohlhabend? Wer vermögend?