Über Leid und Tod zu sprechen, erfordert viel Fingerspitzengefühl - eine Tugend, die man in den oft populistischen Wortwechseln im Bundestag eher selten erlebt. Deshalb war es klug, die Sterbehilfe-Diskussion aus allen Fraktionszwängen herauszulösen, sodass die Abgeordneten gestern nicht als gehorsame Parteisoldaten ans Mikrofon treten mussten, sondern ihre Meinung frei und nur in Verantwortung gegenüber dem eigenen Gewissen äußern konnten.