Symbolträchtiger hätte die Gästeliste des Kanzleramtes in dieser Woche nicht sein können. Nach Donald Trumps Europareise, die mehr entfremdet denn zusammengeführt hat, geben sich Regierungschefs vermeintlicher Alternativen zum großen Partner USA die Klinke in die Hand. Der Inder Narendra Modi war gerade da, nun weilt Chinas Ministerpräsident Li Keqiang in Berlin. Was sie über die gemeinsamen Herausforderungen auf der Welt und die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit sagen, klingt vertrauter als Trumps Tonart. Die Geschichte der Abwendung vom selbstbezogenen Amerika und der Hinwendung nach Asien liest sich spannend.