Die Kirchentage der reformatorischen wie der katholischen Christen sind bunte, friedliche Veranstaltungen - immer mit viel Hoffnung auf ökumenisches Tauwetter. Auch jetzt in Hamburg wurde wieder der Wunsch nach dem gemeinsamen Abendmahl thematisiert - dazu gibt es ja ermutigende Zeichen vom neuen Papst Franzikus. Aus dem Mund seines Vorgängers Benedikt XVI. hörte man zu diesem Problem zwar auch freundliche Worte, aber an der starren Ablehnung änderte sich nichts. Der deutsche Oberhirte hielt eisern an dem Standpunkt der katholischen Kirche fest, dass die sakramentale Verwandlung von Brot und Wein in das Fleisch und Blut Jesu nur ein Priester vollziehen darf, der von einem Bischof geweiht wurde - und dieser Bischof muss in der direkten Nachfolge der Apostel stehen ("apostolische Sukzession"). Das trifft nach Auffassung des Vatikans durch Luthers Abspaltung für evangelische Pfarrer nicht zu - und deshalb ist deren Abendmahl ungültig.
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Redaktion 07.05.2013 - 00:00 Uhr