Mehr Geld gefordert Verdi ruft zum Streik an Universität Bayreuth auf

Die Gewerkschaft Verdi fordert Beschäftigte der Universität Bayreuth und des Studierendenwerks Oberfranken zum Streik am Mittwoch auf. Es geht auch, aber nicht nur um höhere Bezahlung.

Die Gewerkschaft Verdi hat bundesweit zu Streiks an Hochschulen aufgerufen - auch in Bayreuth. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa

Die Gewerkschaft Verdi ruft im Rahmen der aktuellen Tarifrunde der Länder für Mittwoch, 28. Januar, zum Campus-Streiktag auf, teilt Verdi, Bezirk Oberfranken-Ost, mit. Beschäftigte an Hochschulen in allen Bundesländern sollen Verdi zufolge auf ihre Arbeits- und Lebensbedingungen aufmerksam machen.

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Die Streikkundgebung in Bayreuth soll um 11 Uhr vor der Mensa der Universität stattfinden.

Für wen der Aufruf in Bayreuth gilt

Der Aufruf richtet sich laut Mitteilung an Mitarbeiter, die den Hochschulbetrieb am Laufen hielten, doch unter Arbeitsverdichtung, Fachkräftemangel, einer hohen Befristungsquote und einer unzureichenden Bezahlung im Rahmen des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) zu leiden hätten – etwa Beschäftigte in der Verwaltung, in Bibliotheken, IT-Abteilungen, Laboren und technischen Diensten.

„Die Länder profitieren von der hohen Identifikation der Beschäftigten mit ihren Hochschulen – doch diese Loyalität darf nicht länger ausgenutzt werden“, wird Maik Schaarschmidt, Gewerkschaftssekretär im Verdi-Bezirk Oberfranken-Ost, in der Pressemitteilung zitiert.

„Wir fordern in dieser Tarifrunde eine deutliche Entgelterhöhung - einen wirksamen Inflationsausgleich, denn wer exzellente Forschung, Lehre und Studium stärken will, der muss auch die Arbeitsbedingungen derjenigen stärken, die den Betrieb Tag für Tag aufrechterhalten“, sagt Oliver Gschwender, Beschäftigter an der Universität Bayreuth.

Das fordert die Gewerkschaft

Die Beschäftigten fordern laut Mitteilung Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro. Nachwuchskräfte sollen monatlich 200 Euro mehr bekommen und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden. Zudem will Verdi erreichen, dass der Tarifvertrag auch für studentische Hilfskräfte gilt.

Die Beschäftigten des Studierendenwerks Oberfranken sollen laut der Gewerkschaft zeigen, wie unverzichtbar ihre Arbeit für ein funktionierendes Studium sei. Sie sorgten für bezahlbares Wohnen, soziale Beratung, Kinderbetreuung und eine verlässliche Mensaversorgung. Steigende Anforderungen, wachsende Studentenzahlen und Personalmangel bei geringer Bezahlung gingen zulasten dieser Beschäftigten wie auch der Studenten.

„Die Botschaft an die Tarifgemeinschaft der Länder ist klar: Wer attraktive Hochschulen will, muss attraktive Arbeitsbedingungen schaffen. Jetzt ist die Zeit, Verantwortung zu übernehmen“, heißt es in der Verdi-Mitteilung.