Demnach könnten die Bayreuth Tigers, sollten sie den Klassenerhalt noch direkt oder dann in den Playdowns schaffen, nächste Saison auch auf ihren ehemaligen Trainer Sergej Waßmiller treffen. Der führt derzeit bei noch sechs ausstehenden Spielen mit dem ECDC Memmingen die Meisterrunde der Oberliga Süd an.

Vier Zähler Vorsprung haben die Indians auf die punktgleichen Eisbären Regensburg und den Deggendorfer SC, die ebenfalls fristgerecht ihren Antrag eingereicht haben. Während Deggendorf nach einer DEL2-Saison vor einem Jahr gleich wieder den Gang in die Oberliga antreten musste (in der ersten Playdown-Runde 0:4 gegen Bayreuth), war dem Memminger Vorgängerverein 1991 der Aufstieg in die damalige 2. Bundesliga Süd gelungen.

In der zweiten Liga spielte der SC, bis er am 31. Dezember 1993 Konkurs anmelden musste. Die Regensburger gehörten zuletzt von 2001 bis 2008 der 2. Bundesliga an, ehe die Eisbären-GmbH einen Insolvenzantrag stellen musste.

Die Starbulls Rosenheim zogen sich nach finanziellen Problemen als Hauptrundenletzter der DEL zum Ende der Saison 1999/2000 vom Spielbetrieb zurück. Als Gründungsmitglied der DEL2 in der Saison 2013/14 stiegen sie vor drei Jahren in die Oberliga ab. Neu in der Verlosung ist der SC Riessersee. Der DEL2-Vizemeister von 2018, der momentan den fünften Platz belegt, musste aufgrund seiner Planinsolvenz im Vorjahr in der Abstiegsrunde spielen, die Bayreuth Tigers durften trotz des sportlichen Abstiegs als Nachrücker weiter in der DEL2 an den Start gehen.

Neben sechs Süd-Oberligisten haben auch fünf Vereine aus der Oberliga Nord – der klare Spitzenreiter Tilburg Trappers aus den Niederlanden ist nicht aufstiegsberechtigt – die Lizenzunterlagen inklusive der geforderten Bürgschaft in Höhe von 25 000 Euro eingereicht. Dazu zählen die Icefighters Leipzig (4.), die sich wie die erst 2017 aufgestiegenen Memminger erstmals beworben haben. Hinzu kommen der Herner EV (2.), Saale Bulls Halle (7.) sowie die beiden Hannoveraner Klubs Indians (5.) um den Ex-Bayreuther Arnoldas Bosas und Scorpions (6.), ihres Zeichens unter Trainerlegende Hans Zach Deutscher Meister 2010. Drei Jahre später folgte der Verkauf der DEL-Lizenz an die Schwenninger Wild Wings.

Im Gegensatz zum Vorjahr keine Unterlagen eingereicht haben diesmal die Moskitos Essen und Füchse Duisburg. Bei den beiden ebenfalls schon insolvent gewesenen ehemaligen Erstligisten stehen die Zeichen für eine sportliche Qualifikation als Tabellenzehnter beziehungsweise Achter aber ohnehin nicht besonders gut.

Auch Selb hinterlegt Bürgschaft

Ebenso gering dürften die Chancen der Selber Wölfe als Tabellenachter der Süd-Meisterrunde sein. Schließlich müssten sie mindestens ins Playoff-Finale kommen. Schafft dies keiner der elf Bewerber, gäbe es keinen Absteiger aus der DEL2. „Man kann nie voraussagen, was im Eishockey passiert und in diesem Fall, wie die Playoffs verlaufen“, erklärt Vorsitzender Jürgen Golly in einer Pressemitteilung des VER Selb. „Wir haben unsere wirtschaftlichen Hausaufgaben gemacht und für den Fall der Fälle vorgesorgt und die Bürgschaft in Höhe von 25.000 Euro fristgerecht eingereicht.“


Info: Nach Abschluss der Meisterrunde (Süd) beziehungsweise Pre-Playoffs (Nord) starten die Oberliga-Playoffs am 13. März mit dem Achtelfinale. Spätestens am 13. April stehen dann die beiden Finalisten fest.