Medi-Test in Heidelberg Zweiter Vergleich mit einem Ligarivalen

Einfluss aus Bonn: Heidelbergs neuer Trainer Joonas Iisalo (rechts) war dort Assistent seines Bruders Tuomas. Foto: Imago/Jörn Wolter

Die Abstände zwischen den Vorbereitungsspielen des Basketball-Bundesligisten Medi Bayreuth werden kürzer. Der nächste Test steht am Samstag in Heidelberg auf dem Programm.

Die Reihe der Testspiele von Medi Bayreuth zur Vorbereitung auf die neue Saison in der Basketball-Bundesliga gewinnt an Tempo. Zwei Tage nach dem nicht öffentlichen Spiel beim Zweitligisten SC Jena, das mit 91:92 verloren ging, stellt sich die Mannschaft von Trainer Lars Masell an diesem Samstag um 18 Uhr bei den Academics Heidelberg vor.

Für die Bayreuther ist es der zweite Vergleich mit einem Ligarivalen. Nachdem beim heimischen Turnier um den Expert-Jakob-Cup das Spiel um den dritten Platz auf Wunsch von Brose Bamberg abgesagt worden ist, blieb die 86:91-Niederlage am Vortag gegen die Hamburg Towers bislang die einzige Begegnung mit einem BBL-Team. Doch auch in dieser Hinsicht wird das Vorbereitungsprogramm nun intensiver. Die beiden anschließenden Aufgaben folgen am nächsten Wochenende in Ludwigsburg innerhalb von drei Tagen: Am Freitag, 16. September, steht dort eine Partie gegen den französischen Champions-League-Teilnehmer SIG Straßburg auf dem Programm und am Sonntag, 18. September, ein Kräftemessen mit dem einheimischen Bundesliga-Vertreter. Auch die Generalprobe vor dem Punktspielstart am 30. September gegen die Skyliners Frankfurt soll auf Bundesliga-Niveau erfolgen, und zwar genau eine Woche zuvor am Freitag, 23. September, beim MBC Weißenfels.

Medi-Trainer Masell zeigt sich mit der Entwicklung der Vorbereitung zufrieden, auch wenn zuletzt der Heimsieg gegen Jena (109:96) im Rückspiel nicht wiederholt werden konnte: „Natürlich gibt es auch mal Rückschläge, aber wir machen weiter kleine Schritte nach vorn.“ In Heidelberg erwartet er als Gegner „in komplettes Team mit viel BBL-Erfahrung auf einigen Positionen“. Der traditionsreiche Standort ist zwar erst in der vergangenen Saison nach über 30 Jahren Abwesenheit wieder in die Bundesliga zurückgekehrt, aber der Faktor Routine wurde nun insbesondere durch den 32-jährigen Neuzugang Akeem Vargas verstärkt, der zusammen mit dem belgischen Scharfschützen Elias Lasisi von der BG Göttingen kam.

Mit der Spielweise der Gastgeber hat sich Masell noch nicht im Detail befasst („Wir schauen noch in erster Linie auf uns selbst.“), aber er rechnet mit „Ähnlichkeiten zu Bonn“. Das spielt auf den neuen Heidelberger Trainer Joonas Iisalo an, der zuletzt als Assistent seines Bruders Tuomas bei den Telekom Baskets tätig war. Das letzte Testspiel der Academics gegen den Zweitligisten Kirchheim Knights ließ tatsächlich eine Vorliebe für schnelle Abschlüsse aus der Distanz erkennen: In der ersten Halbzeit (31:34) verwandelten die Heidelberger von 14 Dreiern keinen einzigen, aber im entscheidenden dritten Viertel gleich neun.

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