Jeder der exklusiven und originalgetreu restaurierten Wagen ist ein Einzelstück, den Wert jedes einzelnen Fahrzeugs schätzen Kenner auf eine bis mehrere Millionen Euro, einen offiziellen Markt gibt es nicht. Seit 2009 ist die bundesweit größte Maybach-Sammlung auch öffentlich zugänglich. Ein ehemaliges Fabrikgelände dient als Empfangs- und Ausstellungshalle für die Luxuslimousinen vergangener Jahre.
Maybach-Limousinen waren im Deutschen Reich zwischen 1920 und 1939 das Statussymbol der Reichen und Mächtigen. Sehr wohlhabende Unternehmer, auch einige Größen des öffentlichen Lebens wie Schauspieler und Sänger leisteten sich einen Maybach, das Auto eines Herstellers, der zu jener Zeit die Spitze deutscher Automobilkonstruktion bildete. "Sicherheit-Tempo-Eleganz! Maybach-Karosserien bleiben der Ausdruck zeitgemäßer Verkehrsmittelkultur - sie verzichten auf Nebensächlichkeiten und behalten die Note, die sich auf behagliche Bequemlichkeit, erlesene Raumgestaltung und die repräsentative und doch sportliche Linie gründet", warben Maybach-Konstrukteure 1935 in einer Eigenanzeige. Wer sich einen Maybach leisten konnte, durfte sich guten Gewissens zur absoluten Oberschicht zählen: "Für den Preis eines Maybachs hätte man sich damals eine Villa in einer guten Innenstadtlage bauen können", sagt Dr. Hofmann.
Das erklärt auch, warum in der gesamten Produktionszeit von 1920 bis 1938 in den Maybach-Werken im heutigen Baden-Württemberg nur 1.750 Limousinen gefertigt wurden. Rund 150 davon sind bis heute erhalten. Dr. Hofmanns Maybach-Museum ist bis heute weltweit das einzige seiner Art. Einzelne Maybach-Wagen finden sich unter anderem in der Autosammlung Steim in Schramberg/Schwarzwald, im Zeppelin-Museum in Friedrichshafen, im Carl-Bosch-Museum in Heidelberg, im EFA-Museum für Deutsche Automobilgeschichte und im Auto- und Technikmuseum Sinsheim. "Nirgends aber gibt es ein Museum, in dem so viele und ausschließlich Maybachs zu sehen sind", sagt der Museumsgründer.