„Maus-Türöffner-Tag“ Nachwuchs-Forscher experimentieren an der Uni

Zwar ohne die Maus, dafür aber mit vielen Experimenten: Beim „Maus-Türöffner-Tag“ an der Uni Bayreuth hatten die Forscher von morgen die Chance, sich an verschiedenen Stationen auszuprobieren, die sich rund um das Thema Mikroplastik drehen.

Bayreuth - Zwar ohne die Maus, dafür aber mit vielen Experimenten: Beim „Maus-Türöffner-Tag“ an der Uni Bayreuth hatten die Forscher von morgen die Chance sich an verschiedenen Stationen auszuprobieren. Den Maus-Türöffner-Tag gibt es seit dem 40. Geburtstag der Sendung mit der Maus im Jahr 2011. Kinder sind an diesem Tag dazu eingeladen, in verschiedene Institutionen in ganz Deutschland zu schnuppern. 2021 unter dem Motto „Hallo Zukunft“.

Nachfrage war groß

Die Bayreuther Uni war in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Dass die Nachfrage gleich so groß sein würde, damit hatte Melanie Pöhlmann, die Projektkoordinatorin des Sonderforschungsbereichs Mikroplastik – dem Ausrichter der Aktion – nicht gerechnet. „Wir waren innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Deshalb gibt es noch Ausweichtermine am Montag und Dienstag.“ Beim Bayreuther Maus-Türöffner-Tag drehte sich alles rund um das Thema Mikroplastik.

Aus der Maulwurf-Perspektive

58 Kinder waren am Sonntag zu der Aktion angemeldet. Um 10 Uhr ging es für die erste Gruppe am Zedernhaus im Ökologisch Botanischen Garten der Uni los. Die zweite war am Nachmittag dran. Station eins: das Ökosystem Boden besser kennenlernen – und das aus „Maulwurf-Perspektive“. Heißt: Mit verbundenen Augen verschiedene Bodenschichten erfühlen. Danach durften die Kinder selbst mal testen. Wie gut klebt Sand? Lässt sich Ton rollen und Humus matschen?

Wasserflöhe fangen

Für die kleinen Forscher war im Zedernhaus ein Labor eingerichtet worden. Mit Mikroskopen und Gläsern mit Wassern, in denen winzige Tierchen leben: Wasserflöhe. Die Aufgabe der Kinder: Wasserflöhe mit einer Pipette „fangen“ und dann unter dem Mikroskop mit Algenlösung füttern. Das Ergebnis: „Der wird grün.“ So schnell wie die Tierchen die Algenlösung aufgenommen haben, nehmen sie auch Schadstoffe wie Mikroplastik auf, die im Wasser sind.

Kinder sensibilisieren

Und da kommen sie schnell hin. Mit Plastikteilchen im Duschgel zum Beispiel. Oder durch verschiedene Abfälle in die Nahrungskette von Wildtieren. Es ist wichtig, Kinder für das Thema schon früh zu sensibilisieren, sagt Pöhlmann. Vielleicht weisen die Kinder ihre Eltern dann auch einmal darauf hin, dass es nicht unbedingt die Plastiktüte oder das Essen in der Plastikverpackung sein muss.

Abfall richtig sortieren

Die coolste Station am Maus-Türöffner-Tag, die ist für die kleine Mina die, bei der sie und die anderen Kinder Tiere im Kompost finden und beobachten sollen. „Weil ich Spinnen so gerne mag“, sagt sie und zeigt auf das Glas mit Lupe, mit dem sie gerade eine gefangen hat. Natürlich lernen die Kinder auch, was im Kompost überhaupt nichts verloren hat: Plastik. Zum Schluss dreht sich dann alles rund um Kunststoffe. Es gibt Experimente zum Thema und eine Station, bei der die Nachwuchs-Forscher lernen den Plastik-Abfall richtig zu sortieren.

Auch im kommenden Jahr soll es wieder einen Maus-Türöffner-Tag geben. „Wir wollen das auf jeden Fall weiterführen. Vielleicht mit einem noch größeren Angebot“, sagt Melanie Pöhlmann.

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