Massen in Marktredwitz Marktsonntag bleibt ein Besuchermagnet

Brigitte Gschwendtner

Wer weiß, ob die  Geschäfte offen bleiben? Diese Sorge war während des Andreas­marktes­ in Marktredwitz öfter zu hören. Etliche Fichtelgebirgler nutzten am Sonntag die Chance zum Einkaufen.

Marktredwitz - Marktsonntag in Marktredwitz: Das ist seit Jahrzehnten der Garant für großes Getümmel in der Einkaufsstadt. Und jetzt, in Corona-Zeiten? Zwischen den Buden drängten sich gestern zwar viele Leute, aber die Innenstadt war nicht ganz so proppenvoll wie an Marktsonntagen vor der Pandemie.

Frequenz unter Vor-Corona-Werten

Sebastian Macht, Vorsitzender des Stadtmarketingvereins Maknetisch, und Frey-Hausleiter Tobias Kastner ziehen folgendes Fazit: Zwar liege die Frequenz rund ein Drittel unter den Vor-Corona-Werten, doch beide sind glücklich darüber, dass die Geschäfte überhaupt aufsperren durften.

Schon am Sonntagvormittag waren die Markt-Stände im Freien dicht umlagert. So manch einer nutzte die Chance, sich mit Adventsgestecken, Zweigen oder Deko-Artikeln für die Vorweihnachtszeit einzudecken.

Freunde süßer Genüsse lockte der Duft von gebrannten Mandeln, Waffeln oder Popcorn. Wer Herzhaftes bevorzugt, konnte Holzofenbrot, eingelegten Käse, Oliven, Schinkenspezialitäten, Köstlichkeiten aus dem Bauernladen und Pferdewurst mit nach Hause nehmen, oder sich gleich Fischsemmeln, Bratwürste, Pizza, Burger und vieles mehr schmecken lassen.

„Malle“-Hits zum Warmhalten

Wer seine Weihnachtsgeschenke ungern auf den letzten Drücker kauft, hatte an den Marktständen im Freien unter anderem die Qual der Wahl zwischen Esoterik­artikeln, Schmuck, Spielsachen, Babyartikeln, Bürsten, Schuhen, Haushalts- Strick- und Lederwaren. Dem tristen Novembergrau dudelte ein Schilder-Händler in der Kraußoldstraße Sommer- und Sonnen-Lieder entgegen. Die Karussellbetreiber im Markt versuchten, sich frierende Eltern mit „Malle“-Hits warmzuhalten.

Sportartikel als „Pandemie-Gewinner“

Besucher, denen es trotzdem zu kalt wurde, bummelten am Sonntagnachmittag durch die Geschäfte. Winterjacken und Schuhe seien im Kaufhaus Frey neben Sportartikeln, „dem großen Pandemie-Gewinner“, besonders beliebt gewesen, außerdem hochwertige Schlafdecken und Bettwäsche, sagt Tobias Kastner. Er freut sich darüber, dass viele auswärtige Kunden die Einkaufsstadt Marktredwitz wieder neu entdeckten. „Die Marktsonntage sind für uns sehr wichtig, weil auswärtige Kunden dann regelmäßig herkommen.“

Deshalb hier schon mal die Termine für die Marktsonntage 2022: Am 27. Februar ist der Matthias-Jahrmarkt geplant, am 24. April der Walburga-Jahrmarkt, am 28. August der Bartholomäus-Jahrmarkt und am 20. November der Andreas-Jahrmarkt. Ob das klappt? Es muss. „ Studien belegen, dass der Einzelhandel kein Infektionstreiber ist“, sagt Sebastian Macht. In Marktredwitz könne jeder unbesorgt einkaufen: „Ich habe mich selbst davon überzeugt, dass die Händler alle Corona-Regeln vorbildlich einhalten.“

 

Bilder