Mailauf Lorenzreuth Über 70 Läufer gehen an den Start

Michael Meier

Der Mailauf des TV 1880 Lorenzreuth kommt an: Aktive wie Veranstalter schwärmen nach zwei Jahren­ Zwangspause von dem „wunderbaren Gemeinschaftserlebnis­ “.

Am Ende hatten nicht nur diese Teilnehmer gut lachen: Alle kamen wohlbehalten ins Ziel und feierten noch gemeinsam am Lorenzreuther Sportplatz. Foto: /Michael Meier

„Ist das schön, wieder mal bekannte Gesichter beim Sport persönlich treffen zu können!“ „Wieder ein Stück Normalität mehr.“ Diese Sätze hörte man am Sonntagvormittag auf dem Lorenzreuther Sportplatz immer wieder. Denn nach zwei Jahren Zwangspause lud das Team des Turnvereins Lorenzreuth (TVL) wieder zu seinem traditionellen Mailauf durch das schöne Röslautal ein.

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Die Laufsportler ließen sich das nicht zweimal sagen, zumal das Wetter sich von seiner besten Seite zeigte: Über 70 Damen und Herren traten auf den vier Strecken, nämlich beim 21-Kilometer-Halbmarathon, dem 10,5-Kilometer-Viertelmarathon und der 4800-Meter-Sprintstrecke an. Zum ersten Mal war eine Walkingrunde auf der Viertelmarathonstrecke im Angebot. Im Ziel wartete auf alle ein abwechslungsreiches Sportlerbüffet mit Kuchen und Obst. Ein neuer Sponsor, die Brauerei Maisel, sorgte für alkoholfreies Weißbier.

In diesem Jahr lagen zwischen dem ersten und dem zweiten Finisher des Halbmarathons 14 Minuten und rund 20 Jahre Altersunterschied: Thomas Walther vom TSV Brand (M 35) überquerte die Ziellinie nach 1:22:46 Stunden. Ihm folgten Richard Fießinger vom RSC (M 55) mit 1:36:55 Stunden und Andreas Stamm vom DAV Karlsbad (M 30) mit 1:36:04 .

Die schnellsten Damen waren Beate Pollak mit 1:47:18 Stunden und Birgit Schelter mit 1:53:04 von der Betriebssportgemeinschaft (W40) und Kerstin Faget (W 50) mit 1:53:04.

Insgesamt gingen auf der Halbmarathon-Strecke 17 Teilnehmer an den Start.

Stärker belegt war auch in diesem Jahr wieder der Viertelmarathon: Die 10,5 Kilometer lange Strecke gingen insgesamt 55 Starter an. Der Radsportclub Marktredwitz (RSC) richtete über diese Distanz auch wieder seine Vereinsmeisterschaft im Laufen aus. Tobias Martinez finishte nach 36:45 Minuten, gefolgt von Tobias Meckl (M 35) mit 37:28, und Philipp Bittner (M 30) mit 41:30, beide vom RSC. Jutta Kratzel vom SGB Stadtsteinach (W 50) mit 53:42 Minuten, Nicole Roppert vom RSC (W 35) mit 54:41 und Rebecca Seibold vom DLRG (W 30) mit 55:19 führten die Riege der Damen an.

Und wer anfangs glaubte, dass es die Nordic Walker auf ihren 10,5 Kilometern ruhig angehen würden, der wurde mit der Leistung von Herbert Günsche vom Nordic-Walking-Team eines Besseren belehrt: Der 75-jährige Sportler absolvierte die Strecke in einer Bestzeit von 1:15:30 Stunden. Das waren gerade mal zwei Minuten mehr als der langsamste Teilnehmer beim Viertelmarathon gebraucht hatte.

Nach Günsche kamen Karl Röhrig vom TC Arzberg (M 55) mit einer Zeit von 1:27:36, und Edda Paland (W 55) mit 1:27:37 am Sportplatz an. Das Damen-Trio der „Schirndinger Stockenten“ war nach einer Stunde und 31 Minuten im Ziel. Der letzte Finisher der Walker (1:43:08) überquerte 39 Minuten früher die Ziellinie als die letzte Läuferin des Halbmarathons (2:22:52).

Die Distanz über 4800 Meter wurde in diesem Jahr von sieben Startern belegt. Robin Matzke (U 18) war in 24 Minuten zurück. Gerhard Raab (M 60) mit 25:21 und Marian Matzke (M 55) mit 25:41 holten sich die weiteren Plätze.

Und einer durfte auch in diesem Jahr nicht fehlen: Urgestein Werner Fenzl aus Mitterteich ist seit seinem 15. Lebensjahr ununterbrochen beim Mailauf dabei. Weil der 61-jährige Marathonprofi heute wieder richtig Lust aufs Laufen hatte, ging er zuerst bei 4800 Metern an den Start. Danach trat er noch beim Viertelmarathon an, beide Male landete er im guten Mittelfeld. „In diesem Jahr laufe ich meinen 190. Marathon über 42 Kilometer: beim Fichtelgebirgsmarathon am 9. Juli“, freute sich der Oberpfälzer Ausdauersportler.

Der TV Lorenzreuth zog am Ende des Mailaufs ein absolut positives Fazit, die Teilnehmer waren natürlich ebenso zufrieden. Für TVL-Vorsitzende Sandra Meiler und ihrem Team war es nach den beiden Coronapausen wieder ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis.

Und für nächstes Jahr ist dann endlich die Feier des 70. Mailauf-Geburtstags geplant. „Da sind dann auf jeden Fall auch wieder die Kurzstrecken für Kinder und Jugendliche im Angebot.“