Man sollte also versuchen, regelmäßig zu trinken. Am besten in kleinen Schlucken, damit der Magen nicht direkt rebelliert. Wasser und ungesüßter Tee eignen sich Terjung zufolge gut.Mit der Flüssigkeit sollte man auch Mineralstoffe sowie Salz und Zucker zu sich nehmen.
„Hierfür gibt es in Apotheken speziell zusammengesetzte Mischungen mit Mineralstoffen, Salz und Zucker im richtigen Verhältnis“, betont Birgit Terjung. Wer mag, kann es auch mit den beliebten Hausmitteln Cola und Salzstangen probieren.
In den ersten ein, zwei Tagen können Betroffene meist noch nicht mal an Essen denken. Wer dann erste Bissen wagen möchte, dem rät Petra Jessen zu Schonkost. Also zum Beispiel zu Zwieback, Reis, Kartoffeln, Banane oder geriebenem Apfel - Hauptsache leicht verdaulich. „Auf Alkohol und Kaffee unbedingt verzichten, da dies die Magenschleimhaut weiter reizt“, sagt die Medizinerin.
Wann sollte man mit einer Magen-Darm-Grippe zum Arzt?
Sind die Beschwerden nach drei Tagen – bei Kindern nach ein bis zwei Tagen – nicht abgeklungen, ist es wichtig, ärztlichen Rat einholen. „Bei Säuglingen, Schwangeren, Älteren sowie Menschen mit Vorerkrankungen ist es empfehlenswert, umgehend eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen“, rät Petra Jessen. Ebenfalls umgehend die Hausarztpraxis kontaktieren sollte man etwa bei Blut im Stuhl.
Was sind Anzeichen für einen gefährlichen Flüssigkeitsverlust?
„Anzeichen sind beispielsweise sehr trockene Lippen und eine sehr trockene Zunge“, konstatiert Birgit Terjung. Dehydrierte Menschen können zudem verwirrt oder lethargisch wirken. Und auch eine abnehmende Elastizität der Haut ist ein wichtiger Hinweis.
Das heißt konkret: Hautfalten bleiben stehen, wenn man sie etwa am Handrücken oder Bauch leicht anhebt oder loslässt. „Solche Anzeichen sind ein medizinischer Notfall“, so Terjung. Das gilt vor allem bei Kindern, Älteren sowie immungeschwächten Menschen.
Sind Medikamente gegen Durchfall oder Übelkeit sinnvoll?
Es kommt darauf an. „In der Regel heilt eine Magen-Darm-Grippe innerhalb von wenigen Tagen von selbst“, berichtet Petra Jessen. Aus ihrer Sicht ist es nicht unbedingt hilfreich, ein Medikament gegen Durchfall und Erbrechen einzunehmen. Schließlich sind beides natürliche Abwehrmechanismen, um den Erreger aus dem Körper hinauszubefördern.
„Kurzfristig kann ein Medikament aber hilfreich sein, um bei Durchfall die Abstände zwischen den Toilettengängen etwas zu verlängern“, sagt Petra Jessen. Bei Fieber dürfen aber solche Medikamente nicht eingenommen werden.