Luisenburg Wunsiedel Festspiele ziehen positive Bilanz

Auf eine trotz Corona erfolgreiche Spielzeit können die Luisenburg-Festspiele in diesem Jahr zurückblicken. Foto: /Florian Miedl

Eine Spielzeit während der Pandemie: Zu den 114 Vorstellungen auf der Felsenbühne der Luisenburg kommen 60 038 Zuschauer.

Wunsiedel - Die erste Luisenburg-Spielzeit unter Pandemie-Bedingungen war für alle Beteiligten eine außergewöhnliche Erfahrung. „Unsere Bürger und Gäste wollten in diesem Jahr unbedingt wieder Festspielflair in Wunsiedel erleben“, beurteilt der Wunsiedler Bürgermeister Nicolas Lahovnik die Saison 2021, die soeben zu Ende gegangen ist. „Trotz aller Widrigkeiten ist das der Stadt mit ihrem Theater in einer gemeinsamen Anstrengung gelungen.“ Nachdem im Jahr 2020 kein Spielbetrieb möglich gewesen war, konnten heuer laut Mitteilung 60 038 Zuschauerinnen und Zuschauer in 114 Vorstellungen wieder Theater auf der Luisenburg genießen.

„Die wichtigste Erkenntnis ist, dass trotz der Krise ein hochwertiger Spielbetrieb mit herausragenden Produktionen möglich ist“, resümiert Birgit Simmler, die künstlerische Theaterleiterin der Luisenburg-Festspiele. Trotz der strengen Hygienemaßnahmen zum Schutz der Produktionen und des Publikums haben die Inszenierungen laut Mitteilung die hohen Erwartungen erfüllt. „Wir haben keinerlei Abstriche an der Qualität oder dem künstlerischen Gehalt gemacht“, sagt Birgit Simmler, „das hat unser Publikum schließlich überzeugt. Wir konnten nach einem zurückhaltenden Beginn im Laufe der Spielzeit das Vertrauen der Zuschauer gewinnen und immer mehr Besucher begrüßen.“

Die von den Festspielen angekündigten sechs eigenen Produktionen („Der Name der Rose“, „Der Brandner Kaspar 2“, „Pinocchio“, „Faust“, „Der Watzmann ruft“ und „Zucker“) konnten alle aufgeführt werden. Leider hätten die geplanten Opernaufführungen coronabedingt ebenso ausfallen müssen wie die „Xtra-Reihe“ im Museumshof und mehrere Konzerte. Für die verkürzte Spielzeit, die erst am 1. Juli beginnen konnte, war lange nicht sicher, wie viele Zuschauer pro Vorstellung erlaubt sind. Erst Ende Juni ließen die Richtlinien einen Spielbetrieb mit bis zu maximal 1100 belegten Plätzen im Schachbrett-Muster mit Abstandsgebot zu.

„Die Herausforderung war, sehr kurzfristig neue Sitzplätze und Karten gemäß der Hygienevorschriften zuzuordnen“, sagt Harald Benz, der kaufmännische Theaterleiter. „Wir haben zusätzliche Vorstellungen geschaffen, um die Nachfrage zu befriedigen und alle Kartenbesitzerinnen und -besitzer schriftlich so schnell wie möglich informiert.“

Bürgermeister Lahovnik betont, dass das oberste Ziel, die Menschen und das Theater zu schützen, erreicht worden sei. „Wir haben mit der durchgehenden Maskenpflicht, der 3 G-Regel und der Registrierung von Anfang an einen Weg beschritten, der richtig war.“ Letztlich habe es in der gesamten Spielzeit nur zwei zu kontrollierende und gut nachverfolgbare Coronafälle im Publikum gegeben. red

 

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