Luisenburg Boandlkramer und Frankenstein

M. Bäu./red
„Der Brandner Kaspar 2“ kehrt auf die Luisenburg zurück – wahrscheinlich auch Boandlkramer Eisi Gulp (vorne). Foto: Florian Miedl

Reichlich morbide geht es in der kommenden Spielzeit auf der Luisenburg zu. Ob Eisi Gulp wieder kommt, steht noch nicht fest, ist aber durchaus wahrscheinlich.

Der Tod spielt hier eindeutig eine Hauptrolle. Schaurig-Schrulliges erwartet die Zuschauer im kommendem Jahr auf der Luisenburg-Felsenbühne. Am Freitagnachmittag gab die Festspielleitung mit drei Stücken einen ersten Teil des Programms preis. Bei den zwei weiteren geplanten – eines wird wieder einen regionalen Stoff zum Inhalt haben – stehen dem Vernehmen nach die Vertragsverhandlungen unmittelbar vor dem Ende.

Vielleicht wieder mit Eisi Gulp

Der Wunsiedler Stadtrat hat in der jüngsten Sitzung die Vorschläge der Theaterleitung und des Kulturausschusses bestätigt. Wie die Frankenpost bereits vor einigen Wochen erfahren und veröffentlicht hat, gibt es eine Neuauflage der Komödie „Der Brandner Kaspar 2“. Im vergangenem Jahr war Eisi Gulp als Boandlkramer der umjubelte Star der Festspiele. Ob Eisi Gulp auch kommendes Jahr auf der Luisenburg-Bühne stehen wird, steht noch nicht endgültig fest. Allerdings, so ist zu hören, würden sowohl er als auch die Festspielleitung gerne wieder zusammenarbeiten.

Spektakulär verspricht das Musical „Frankenstein“ nach der Romanvorlage von Mary Shelley zu werden. Bekanntlich lässt die englische Autorin den jungen Doktor Victor Frankenstein an der Universität Ingolstadt studieren. Laut einer Mitteilung der Festspielleitung wird der weltbekannte Stoff auf der Luisenburg völlig neu interpretiert. Erstmals erklingt elektronische Musik mit Gothic-Elementen aus der Feder von Marian Lux. Der 40-Jährige Brandenburger hat sich in der Musical-Szene bereits einen Namen gemacht. So vertonte er unter anderem mehrere Märchen für die Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau. Auch schrieb er die Music für die Fernsehserien „Der Dicke“ und „Die Familienanwältin“. Das Buch und die Liedtexte stammen von Kevin Schroeder, der bereits zweimal für den deutschen Musicalpreis nominiert worden ist.

Komplett neue Fassung

Das dritte Stück ist „Die Schöne und das Biest“ in einer komplett neuen Schauspielfassung, Die Bearbeitung des bekannten Stoffes liegt in den Händen von Susanne Felicitas Wolf, die dafür einen Werkauftrag erhalten hat. Susanne Felicitas Wolf gilt als eine der bedeutendsten Autorinnen für das deutschsprachige Theater. Sie hat bereits 2018 mit „Die Päpstin“ auf der Luisenburg für Furore gesorgt hat. „Mit Susanne Felicitas Wolf haben wir eine Künstlerin gewonnen, die aus dem ursprünglich französischen Märchenstoff eine neue, aktuelle Version für die ganze Familie machen wird,“ sagt Birgit Simmler zu der Uraufführung.

Die Festspiele setzten unverdrossen fort, dramatische Geschichten zu erzählen, die beispielhaft und bewegend seien und die in großen Inszenierungen gezeigt würden. „Die Festspiele haben sich mittlerweile zu einer überregional bedeutenden Adresse für neue Stücke und zeitgenössisches, publikumsfreundliches Theater entwickelt“, heißt es in der Mitteilung. Der Kaufmännische Theaterleiter André Zaus freut sich, mit „Der Brandner Kasper 2“ von Wolfgang Maria Bauer wieder einen Publikumsrenner im Programm zu haben. „Es ist uns gelungen, das Stück nach dem eingeschränkten Verkauf 2021 erneut zu uns zu holen.“

Publikumsrenner

Mit der grundsätzlichen Festlegung auf die Stücke beginnen bereits vor der letzten Premiere der laufenden Saison die intensiven Planungen und Vorbereitungen für das 2023-Programm, das zu gegebener Zeit ergänzt und vervollständigt wird.

 

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