Luisenburg 2022 Tolle Trolle, Mozart und viel, viel Musik

Redaktion
Paul Kaiser als Salieri und Philipp Moschitz als Mozart in dem Schauspiel „Amadeus“. Foto: Luisenburg/Florian Miedl

Die Spielzeit 2022 auf der Luisenburg bietet ein abwechslungsreiches Programm. Freuen darf man sich auf bekannte Künstler, schöne Konzerte und Lokalkolorit.

Wunsiedel - Wo derzeit Corona allenthalben die Stimmung drückt, haben die Luisenburg-Festspiele beste Nachrichten: Sie präsentieren die Stücke für die Spielzeit 2022, für die es ab Freitag, 3. Dezember, Karten gibt.

Die Saison beginnt magisch: Ab 1. Juni heißt es zwischen den Felsen „Trolle unter uns“. Erneut hat das norwegische Duo Øystein Wiik und Gisle Kverndokk damit ein Familienmusical geschrieben – diesmal direkt für die Luisenburg. Die Hauptrolle des Elmar, eines zwölfjährigen Wunsiedlers, spielt in diesem schrägen Musiktheater, das mit hemmungslosem Humor den Zeitgeist auf die Schippe nimmt, Maurice Daniel Ernst , der Luisenburg-Nachwuchspreisträger von 2018.

Exaltiert, selbstverliebt

Das Leben eines der berühmtesten Komponisten der klassischen Musik zeichnet „Amadeus“, das Schauspiel von Peter Shaffer, nach, mit dem am 10. Juni die Spielzeit offiziell beginnt. 1781 genießt Antonio Salieri höchste Anerkennung als Opernkomponist und Hofkapellmeister, doch dann taucht dieser exaltierte, kindische und selbstverliebte Mozart auf – ein Jahnhundert-Genie. Salieri verzweifelt an der Ungerechtigkeit Gottes,der ihn selber zur Mittel­mäßigkeit verdammt hat, und sagt ihm den Kampf an.

Ein Wiedersehen mit Zodwa Selele bietet ab dem 11. Juni eines der bekanntesten Musicals: „Sister Act“ von Alan Menken. Selele, die in Kirchenlamitz aufgewachsen ist, spielt die Halbweltdame Deloris, die sich in einem Nonnenkloster vor Gangstern aus der Unterwelt versteckt. Über die Musik finden die unterschiedlichen Frauen zueinander.

Rache und Verrat

„Der Sturm“, eine weniger bekannte Komödie von William Shakespeare, ist vom 24. Juni an auf der Felsenbühne zu sehen. Es geht um Rache und Verrat – und das alles auf einer kleinen Insel.

Mit dem Musical „Zeitlmoos. Im Bann anderer Mächte“ haben Hartmut H. Forche und Hollywood-Komponist Eric Allaman aus den Sagen des Fichtelgebirges eine fantastische Reise ins Land der Magie geschaffen (Premiere: 8. Juli).

Für das musiktheatralische Programm 2021 galt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und so erleben die Operetten- und Opernfreunde im Sommer 2022 zunächst „Das Land des Lächelns“ von Franz Lehár (ab 18. August) als Gastspiel der Kammeroper Köln und schließlich „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck (ab 26. August) als Gastspiel der Landesbühnen Sachsen.

Konzert-Reigen

Die Musik überhaupt wird ganz groß geschrieben in der Saison 2022 auf der Luisenburg. Neben Musical, Operette und Oper kommen vor allem die Freunde von Konzerten zu ihrem Recht.

Der Reigen beginnt am 18. Juli mit dem Tribute-Konzert „The Spirit of Falco“, einer mitreißenden Show, die unzählige seiner internationalen Chart-Erfolge bietet. Unter dem Motto „Band ‚n’ Brass“ geben am 19. Juli das Heeresmusikkorps Veitshöchheim und die oberfränkische Funk- und Rock-Band Pulp Fiction ein Benefizkonzert zugunsten der Jungen Luisenburg. Mit dem Schlagzeuger Wolfgang Haffner und dem Posaunisten Nils Landgren kommen am 20. Juli zwei der bekanntesten europäischen Jazzmusiker, und der Weltstar Chris de Burgh gibt am 25. und 26. Juli seine Visitenkarte auf der Felsenbühne ab. Von den Rückschlägen und den Wahrheiten des Lebens singt am 27. Juli Beth Hart – das ist genau der Stoff, der ihre Stimme und ihren Blues zum Klingen bringt. Die bayerischen Gypsys von Django 3000 machen auf ihrer AliBabo-Tour am 9. August Station in Wunsiedel, gefolgt von The Magic of Queen Classic am 10. August. Mit „Udo Jürgens – Hautnah!“ beschließt die Formation SahneMixx am 30. August die Saison 2022 auf der Luisenburg. kst

 

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