Ludwig Spaenle irritiert Festspiel-Gedenkveranstaltung - Absage "unverständlich"

Zum 150. Jubiläum hatte das Bayreuther Festspielhaus Michel Friedman eingeladen - und die Veranstaltung dann aus Sicherheitsgründen abgesagt. Darauf reagiert nun der Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spaenle.

Ludwig Spaenle äußert sich mit Unverständnis zur Absage der Gedenkveranstaltung im Zuge des diesjährigen Festspiel-Jubiläums. Foto: Felix Hörhager/dpa

Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle ist über geplante Verschiebung der „Verstummten Stimmen“ deutlich irritiert. Er äußert sich in einer öffentlichen Mitteilung über die Entscheidung im Vorfeld des Festspiel-Jubiläums.

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Die Absage der Gedenkveranstaltung „Verstummte Stimmen“ auf dem Grünen Hügel in Bayreuth ist für Bayerns Antisemitismusbeauftragter demnach „unverständlich“. „Das hat mich sehr irritiert“, so Spaenle. Für ihn steht fest, dass es möglich ist, die Sicherheit für eine solche Veranstaltung zu gewährleisten.

Die Stadt Bayreuth engagiere sich bewusst in der Aufarbeitung der historischen Belastung, auch am Grünen Hügel gebe es Anstrengungen, zu denen auch die Gedenkveranstaltungen mit gehören.

Wenn man eine so wichtige Veranstaltung wie diese Gedenkveranstaltung an diesem historischen Ort verschieben müsse, müssten die Gründe exakt und absolut nachvollziehbar dargelegt werden.

„Die Veranstalter müssen sich über die Folgen einer möglichen Terminverlegung im Klaren sein: Die Aufmerksamkeit zu einem Zeitpunkt außerhalb der Festspielzeit und damit auch die Zahl der Besucherinnen und Besucher dürfte dann deutlich geringer ausfallen."

Das schade dem Anliegen einer kritischen Aufarbeitung erheblich. „Gerade eine solche Gedenkveranstaltung wie die ,Verstummte Stimmen` bietet eine besondere Chance dazu“, so Spaenle.