Losau bei Rugendorf Brand auf einem Bauernhof geht glimpflich aus

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Rund 50 Tiere konnten aus dem Stall gerettet werden. Ein Kalb starb vermutlich durch Rauchvergiftung. Das schnelle Eingreifen der Wehren hat Schlimmeres verhindert.

Der dichte Rauch, der aus dem Stall des Losauer Bauernhofs aufstieg, ließ Schlimmes vermuten. Foto: /Feuerwehr Stadtsteinach

Rugendorf/Losau - Ein Großaufgebot an Feuerwehren aus den Landkreisen Kulmbach und Stadtsteinach wurde am Freitagabend zum Brand auf einem Bauernhof in Losau geschickt. Der befürchtete Großeinsatz kam dann aber nicht zustande. Das Feuer in einer Stallung, in der unter anderem Kälber untergebracht waren, hatte sich nach Angaben der Stadtsteinacher Polizei wohl selbst entzündet. Die Landwirtsfamilie hatte erfolgreich schon selbst begonnen, das Feuer zu löschen, bis die Feuerwehr eintraf, heißt es von der Polizei. Eines der Kälber kam vermutlich durch eine Rauchgasvergiftung ums Leben. Die anderen rund 50 Tiere konnten gerettet werden und wurden tierärztlich versorgt. Der Sachschaden an dem relativ neuen Stallgebäude hält sich, wie die Stadtsteinacher Polizei sagt, in Grenzen.

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Der Alarm ging am Freitag um 20.50 Uhr ein, berichtet die Stadtsteinacher Feuerwehr. Acht Feuerwehren aus dem Landkreis Kulmbach und und vier aus dem Kreis Kronach wurden an den Brandort gerufen. Der äußerer Anschein, sagt der Sprecher der Feuerwehren, Kreisbrandmeister Yves Wächter, habe Schlimmes vermuten lassen. Der Stall sei in orangefarbenes Licht getaucht gewesen.

Dichter Rauch sei aus dem Gebäude gedrungen. Doch als die Feuerwehren Atemschutztrupps in das Gebäude schickten, fanden sie glücklicherweise nur kleinere Brandherde im Stall vor.

Die Einsatzleitung hatte, wie Yves Wächter berichtet, der stellvertretende Rugendorfer Kommandant Franz Schnaubelt. er wurde von zahlreichen Führungskräften der Feuerwehren, unter anderem auch von Kreisbrandinspektor Horst Tempel, unterstützt.

Im Einsatzbericht der Stadtsteinacher Feuerwehr heißt es, durch die große Gefahr der Ausbreitung sowie der Kälber, die direkt angrenzend ihren Stall hatten, sei der Großalarm ausgelöst worden. Die Hilfskräfte, die sich umgehend auf den Weg nach Losau gemacht hatten, konnten schon von Weitem eine große Rauchwolke sehen, die über dem Stall stand. „Nur durch das schnelle Eingreifen der Wehren sowie einen Innenangriff durch die Einsatzkräfte mit schwerem Atemschutz konnte das Feuer schnell eingedämmt sowie ein Übergreifen auf den gesamten Stall vermieden werden“, beschreibt die Stadtsteinacher Wehr den Einsatz. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera suchten die Feuerwehrleute dann noch die zahlreichen kleinen Brandnester und löschten sie. Mit einem Hochleistungslüfter wurde anschließend noch der Qualm aus dem Gebäude entfernt.

Die Stadtsteinacher Feuerwehr war am Brandort für die Logistik für alle Atemschutztrupps zuständig, die bei Minustemperaturen und teilweise im Schneegestöber ihre Arbeit machen mussten.

Als die Lage klar war, wurden zahlreiche der alarmierten Feuerwehren zunächst auf den umliegenden Straßen in Bereitschaft gehalten. Die Kulmbacher Feuerwehr beispielsweise wartete in der Nähe des Brandortes auf der B 303, konnte aber nach einer halben Stunde, wie auch andere Wehren, wieder abrücken.

Die Stadtsteinacher Polizei nimmt als Ursache für das Feuer Selbstentzündung an. In dem Stall sei vor dem Feuer zur Bekämpfung von Ungeziefer und zur Desinfektion Brandkalk ausgestreut worden.

Im Einsatz waren neben der Feuerwehr aus Rugendorf und Stadtsteinach auch die Wehren aus Kulmbach, Lehenthal, Losau, Wartenfels, Zaubach und Zettlitz sowie aus dem Landkreis Kronach die Feuerwehren aus Fischbach, der Stat Kronach, Marktrodach und Seibelsdorf. Auch das BRK, die Polizei, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, ein THW-Fachberater und ein Notfallseelsorger.