Lösung für Stadion Pellets heizen den Rasen

red
Bekommen wohl bald Anschluss an eine Pelletheizung: Die Leitungen der Rasenheizung im Hans-Walter-Wild-Stadion – hier beim Einbau. Foto: Eric Waha/Eric Waha

Pragmatische Lösung des Bauausschusses: Eine Pellet-Heizung soll für das GCE und auch für die Rasenheizung des Hans-Walter-Wild-Stadions gebaut werden. Gelöst über ein Energie-Contracting mit den Stadtwerken.

BAYREUTH. Das Hans-Walter-Wild-Stadion soll für die erforderliche Rasenheizung eine klimaneutrale Pellet-Heizungsanlage bekommen. Daran angeschlossen werden soll auch das Gymnasium-Christian-Ernestinum (GCE), dessen alte Ölheizung dann in Rente geschickt würde. Das teilt die Pressestelle der Stadt am Donnerstag mit. Wie es in der Mitteilung heißt, habe der Bauausschuss des Stadtrats sich in seiner jüngsten Sitzung für diese Lösung im nichtöffentlichen Teil der Sitzung ausgesprochen. Die Heizungsanlage soll durch die Stadtwerke Bayreuth errichtet und betrieben werden. Die Mitglieder des Bauausschusses haben die Verwaltung beauftragt, hierzu einen Wärme-Contracting-Vertrag mit den Stadtwerken abzuschließen.

Neubau einer Heizzentrale

Für die Bereitstellung der Wärme zur Beheizung der Rasenfläche im Hans-Walter-Wild-Stadion ist bekanntlich der Neubau einer Heizzentrale erforderlich. Eine solche Rasenheizung wird derzeit vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) als eine der Voraussetzung für den Spielbetrieb in der 3. Fußball-Liga verlangt. Die Stadtwerke Bayreuth sollen im Zuge der jetzt gefundenen Lösung eine Pellet-Heizungsanlage in Modulbauweise errichten. Neben der Planung und dem Bau werden die Stadtwerke auch den Betrieb der Anlage übernehmen und einen Entstördienst rund um die Uhr sicherstellen. Die Investition würden die Stadtwerke tragen. Fällig würde lediglich eine monatliche Energiezahlung seitens der Stadt.

Mehrere Vorteile

„Die jetzt gefundene Lösung bringt mehrere Vorteile mit sich – vor allem in puncto Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit“, wird Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) in der Mitteilung der Stadt zitiert. „Im Vordergrund steht dabei der Erneuerung der alten Ölheizung des GCE, die ohnehin anstand. Die Schule wird der Hauptabnehmer für die Anlage sein, die Rasenheizung wird nur an einigen Spieltagen gebraucht und für sie wird kein Erdgas zum Einsatz kommen.“ Damit so Ebersberger, erreiche die Stadt gleich mehrere Ziele auf einen Schlag.

GCE bekommt eine neue Leitung

Die Versorgung des GCE soll über eine im Erdreich verlegte Leitung mit Übergabestation erfolgen. Nur bei Bedarf kann zusätzlich die Rasenheizung im städtischen Stadion betrieben werden. Über zwei Messstellen wird der tatsächliche Verbrauch festgestellt. Die alte Öl-Heizungsanlage der Schule kann außer Betrieb genommen werden.

CO2 wird eingespart

Pelletheizungen sind nach Aussagen der Stadt gerade im Vergleich zu fossil befeuerten Heizungen deutlich umweltfreundlicher, da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist. Gerade wenn Lieferwege kurz sind, wird nur so viel Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, wie auch bei der natürlichen Verrottung entstehen würde – eine Pelletheizung ist somit CO2-neutral. Dadurch kann die Umstellung der Heizungsanlage im GCE rund 100 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen im Jahr einsparen.

Erdwärme geht nicht

Eine Nutzung der Erdwärme ist wegen der fehlenden Flächen für Erdsonden an diesem Standort nicht möglich.

 

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