Wie das Landeskriminalamt (LKA) bestätigte, erhärtete sich der Verdacht, dass sich darin Sprengstoff befand. Deshalb kam es zur kontrollierten Sprengung. Die Polizei sperrte die Umgebung des Grundstücks großräumig ab und brachte Anwohner in Sicherheit. Die Sperrung blieb bis zum Freitagabend bestehen – dann trafen Sprengstoff-Spezialisten des LKA aus München in Oberkotzau ein und nahmen die Reste des Pakets zur kriminaltechnischen Untersuchung mit. Verletzt wurde niemand.

Nach Informationen der Frankenpost handelte es sich um einen rechteckigen Karton, der vor der Tür des Anwesens stand. Der Hauseigentümer alarmierte sofort die Polizei. Bei einer ersten Untersuchung stellte sich heraus, dass sich ein explosiver Inhalt in dem Paket befand. Das Paket wurde daraufhin kontrolliert gesprengt und somit unschädlich gemacht. Im Einsatz waren Polizei, Rotes Kreuz, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk. Die Absperrung wurde erst am Abend aufgehoben, nachdem die Spurensicherung auf dem Grundstück abgeschlossen war. Da aber keine Gefahr mehr bestand, konnten Anwohner nach der Entschärfung des Sprengstoffs zurück in ihre Häuser.

Wie LKA-Pressesprecher Ludwig Waldinger sagte, führt das Landeskriminalamt in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Hof die Ermittlungen, wie immer nach einem „strengstofffähigen“ Fund. Die Experten aus München werden ab Montag die Überbleibsel des Pakets kriminaltechnisch untersuchen. Es bestehe der Verdacht einer Straftat, erklärte Waldinger. Am Freitag waren bereits Einsatzkräfte für Befragungen von Anwohnern und zur Spurensicherung vor Ort.

Laut Waldinger ist die technische Sondergruppe des LKA täglich in ganz Bayern unterwegs. „Der Fund eines strengstoffgefährlichen Gegenstands ist nie Routine. Deshalb sind immer Spezialisten erforderlich.“  

In solchen Fällen sind Rotes Kreuz, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk immer mit im Einsatz, um im Ernstfall Verletzte sofort versorgen zu können. So war es auch am Freitagmorgen, als in der Carl-Orff-Straße in Hof eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt wurde. Entscheidender Unterschied zwischen den beiden Einsätzen: Während am Rosenbühl in Hof keine Ermittlungen notwendig sind, besteht in Oberkotzau der dringende Verdacht einer Straftat.