Die Corona-Krise hält Bayern weiter in Atem. Dennoch sind in den vergangenen Wochen Beschränkungen schrittweise gelockert oder angepasst worden. Die jüngsten Lockerungen traten am gestrigen Montag in Kraft getreten - seitdem dürfen zum Beispiel Gastronomen auch ihre Innenflächen wieder bewirten oder Vorschulkinder und ihre Geschwister wieder in den Kindergarten. Nun hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weitere Neuigkeiten dazu, wie es weitergeht. Nach einer Kabinettssitzung zur Corona-Pandemie in Bayern informiert Söder um 13 Uhr über die wesentlichen Beratungen und Entscheidungen des Ministerrats. Wir übertragen die Pressekonferenz im Livestream:

Bereits im Vorfeld hat Markus Söder geäußert, dass er die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen des Bundes bis Juli für richtig. Die entsprechenden Bußgelder werden weiterhin fällig. Auch wenn es unterschiedliche Differenzierungen bei der Ausführung gebe, seien die „Mütter aller Fragen, Distanzgebot und Maskenpflicht, unverzichtbar“, sagte der CSU-Chef am Montagabend im ZDF. 

Er unterstützte damit auf Nachfrage unmittelbar den vom Bundeskanzleramt vorgelegten Plan, die Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli verbindlich in Kraft zu lassen. In einer neueren Version der Vorlage ist allerdings nur noch vom 29. Juni die Rede.

Mit Blick auf die Debatte um Lockerungen in Thüringen betonte Söder, es sei ein "fatales Signal", wenn die Politik den Menschen eine "falsche Normalität" einrede und "das ganze Regelwerk" außer Kraft setze. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und Sachsens CDU-geführte Regierung wollen wegen landesweit niedriger Infektionszahlen vom 6. Juni anstatt landesweiter Regeln nur noch lokale Einschränkungen haben.