Für Illies ist sein Buch auch eine "Parabel für die Kraft des Träumens: Dass das, wovon wir träumen, nicht gelingt, aber am Ende gelingt etwas anderes. Der Kurfürst träumt vom Gold und bekommt Glas. Aber das ist so wertvoll, dass es ihn ebenso reich werden lässt." Mit Kunckels Glas und der weitsichtigen Entscheidung Friedrich Wilhelms, die im katholischen Frankreich religiös verfolgten Hugenotten nach Preußen zu holen, schafft der absolute Monarch die Grundlagen für ein blühendes Brandenburg. Schnelles Geld aus Glas und langfristiges Wachstum durch die fleißigen neuen Handwerker und Intellektuellen lassen das Land die Folgen des verheerenden Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) schließlich rascher überwinden als seine europäischen Nachbarn.
Für Illies steht sein Buch für die Kontinuität seines Werks. "Mich fasziniert, in die Vergangenheit hineinzuspringen und meine Leserinnen und Leser mitzunehmen und ihnen dann Vergangenheit als Gegenwart zu erzählen". So wolle er immer wieder klarmachen, dass den Menschen oftmals nicht klar war, dass sie in Umbruchszeiten leben. Auch hierin ist "Träume aus Feuer" aktueller, als man es sich wünscht.