Lions-Stiftung 25.000 Euro für todkranke Kinder

Strahlende Gesichter bei der Spendenübergabe (von links): Michael Schicker, Präsident des Lions-Clubs Bayreuth-Kulmbach, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit seiner Frau Gerswid, Eberhard Wirfs, Lions-Weltpräsident 2009/10, Karin Seehofer und Jörg Naumann, Vorstandsvorsitzender der Lions-Stiftung. Foto: Peter Kolb

BAYREUTH. Rund 300 hochrangige Mitglieder der Lions-Clubs haben sich am Wochenende in Bayreuth zum Stiftungstag getroffen. Höhepunkt war die Übergabe zweier Spendenschecks.

Die Erleichterung und auch ein bisschen Stolz waren Jörg Naumann vom Lions-Club Bayreuth-Kulmbach am Samstagabend anzumerken. Das Benefizkonzert des Symphonie-Orchesters der deutschen Lions im ausverkauften Markgräflichen Opernhaus lief gut, die Spendenübergabe an zwei prominente Empfänger war bereits glatt über die Bühne gegangen.

Ein Jahr Vorbereitung

Naumann, im „normalen“ Leben Kulmbacher Immobilienunternehmer, ist seit vier Jahren der Vorstandsvorsitzende der Stiftung der deutschen Lions, in der der Serviceclub seine überregionalen karitativen Aktivitäten gebündelt hat. Ein Jahr Vorbereitung haben er und sein Team in den bundesweiten Stiftungstag in Bayreuth gesteckt.

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Höhepunkt war der Galaabend im Opernhaus, in dessen Verlauf je 12.500 Euro an die Kinder-Palliativzentren Nord- und Südbayern in Erlangen und München übergeben wurden. Und zwar an die Schirmherrinnen Gerswid Herrmann und Karin Seehofer, die Frauen des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann und des Bundesinnenministers Horst Seehofer.

Geburtstagsständchen für den Innenminister

Joachim Herrmann war auch vor Ort und bekam vom Symphonie-Orchester ein kleines Geburtstagsständchen gespielt. Der CSU-Politiker wurde am Samstagabend 63 Jahre alt.

Todkranke Kinder

Gerswid Herrmann strahlte beim Gespräch mit dem Kurier ob der Spende übers ganze Gesicht. Weil Chara Gravou vom Kinderpalliativteam der Kinder- und Jugendklinik am Universitätsklinikum Erlangen und ihr Team damit einiges weiter finanzieren können. Den Unterhalt von vier Autos etwa, mit denen Mitarbeiter zu den Familien todkranker Kinder in ganz Nordbayern fahren, um etwa in akuten Krisensituationen zu helfen. Derzeit werden rund 30 Kinder und ihre Familien betreut, rund 100 sind es übers Jahr, sagte Gerswid Herrmann. Auf die Frage, ob es dabei nicht um eine tieftraurige Arbeit gehe, antwortete sie: „Es ist vor allem eine wunderbare und sehr wichtige Arbeit. Und es ist erstaunlich, wie viel Lebensfreude dabei trotz der unbestreitbaren Extremsituationen sowohl bei den Mitarbeitern, aber auch bei den Familien immer wieder möglich ist.“

Werbung für die Region

Aus ganz Deutschland waren rund 300 Lions-Mitglieder zum Stiftungstag mit Partnern und teils mit ihren Familien nach Bayreuth gekommen. „Eine tolle Werbung für die Region“, sagte Wilhelm Siemen vom Lions-Club Marktredwitz-Fichtelgebirge und Vorsitzender des Stiftungskuratoriums. Man habe verschiedene Führungen unter anderem im Festspielhaus organisiert: „Viele haben die Gegend ja vorher gar nicht gekannt. Es gab begeisterte Reaktionen.“

Eigenes Symphonie-Orchester

Auch das Symphonie-Orchester, das sich fast nur aus musikbegeisterten Lions-Mitgliedern zusammensetzt, kam gut an. Mit Sebastian Berner hatte es sich professionelle Unterstützung geholt. Der 25-Jährige, der als Solotrompeter im Staatsorchester Stuttgart tätig ist, sorgte mit Joseph Haydns Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur für den Höhepunkt des Abends.

Jörg Naumann nannte die Spendenhöhe eine „ansehnliche Summe“, doch unterstütze die Lions-Stiftung übers Jahr viele Projekte bundes-, europa- und sogar weltweit mit teils deutlich höheren Summen. „Wir finanzieren zum Beispiel jedes Jahr in einem anderen afrikanischen Land eine Augenklinik.“

INFO:In Deutschland gibt es rund 1550 Lion-Clubs mit etwa 54.000 Mitgliedern. Weltweit sind es knapp 1,4 Millionen Mitglieder in gut 200 Ländern.

 

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