Bamberg/Beirut (dpa/lby) - Nach der verheerenden Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut hat der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz die internationale Völkergemeinschaft zur Hilfe aufgerufen. Sie müsse dem Land bei der Bewältigung der Katastrophe beistehen und es politisch stabilisieren.

Andernfalls sei mit großen Kollateralschäden für den ganzen Nahen Osten zu rechnen, sagte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick am Freitag laut einer Mitteilung. "Der Libanon ist das Herz des ganzen Nahen Ostens." Die Ursache der Explosion müsse rasch, "am besten durch eine international besetzte, unabhängige Kommission" aufgeklärt werden.

Die Explosion im Hafen von Beirut am Dienstag hat mittlerweile mehr als 150 Menschen das Leben gekostet. Rund 5000 sind nach Angaben aus dem Libanon verletzt, Zehntausende obdachlos. Der Libanon ist ein Nachbarland Syriens am Mittelmeer.

Das Erzbistum Bamberg spendet 50 000 Euro für in Not geratene Menschen. Damit sollen Verwundete versorgt und zerstörte Gebäude bewohnbar gemacht werden. Geholfen werden soll auch syrischen Flüchtlingen im Libanon, die von der Katastrophe betroffen seien.