Letztes Heimspiel Medi Bayreuth empfängt Frankfurt Skyliners

Eines der seltenen Spiele, in denen Frankfurt mehr als 100 Punkte erzielte: Jon Axel Gudmundsson (links) steuerte als Topscorer 25 Zähler zum 104:86-Heimsieg gegen Bayreuth bei. Foto: /Harald Bremes/Imago Images

Nach dem souveränen Sieg beim MBC Weißenfels empfängt Medi Bayreuth die ebenfalls ersatzgeschwächten Frankfurt Skyliners. Trainer Raoul Korner warnt jedoch vor diesem Gegner.

Basketball - „Stark finishen“, das ist der Wunsch von Trainer Raoul Korner. Den Anfang dazu hat Medi Bayreuth mit dem 90:83 gegen Hamburg und dem 99:70 am Sonntag beim MBC Weißenfels schon gemacht. Und genau so soll es auch heute (19 Uhr) im letzten Heimspiel der Bundesliga-Saison gegen die Frankfurt Skyliners weitergehen.

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Rechnerisch ist sogar noch ein einstelliger Tabellenplatz drin, „aber dafür ist das Restprogramm von Braunschweig zu einfach. Wenn wir auf Platz zehn rauskommen, freuen wir uns.“ Nach dem Braunschweig-Spiel (64:77) habe man klar machen wollen, „dass wir nicht abschenken. Das war ein wichtiges Signal.“ Vor allem David Walker deutete am Sonntag endlich noch einmal sein offensives Potenzial an und verbesserte seine persönliche BBL-Bestleistung aus dem zweiten Spiel gegen Bonn (21 Punkte) um einen Zähler. „Das kann man so sagen“, antwortet sein Trainer auf die Frage, ob er sich das öfter von dem 27-jährigen US-Amerikaner gewünscht hätte. „Man hat gesehen, wozu er imstande ist – leider nicht allzu häufig.“

Spielzeit gut verteilt

Für Korner sei es wichtig gewesen, den „Schritt nach vorne“ aus dem Hamburg-Spiel zu bestätigen und gegen einen „personell limitierten“ Gegner den entsprechenden Fokus zu haben. „Für die ging es um sehr viel. Wir haben jedes Viertel und hintenraus klar gewonnen. Es war ein sehr gelungener Abend.“ Zudem konnte Korner die Spielzeit auf alle zwölf Akteure verteilen. Auch davon verspricht er sich heute einen Vorteil gegen die Frankfurter, die nach dem Ende ihrer Quarantäne alle vier Spiele verloren haben – teilweise sehr deutlich mit 69:106 in Ludwigsburg und am Sonntag mit 59:82 gegen Oldenburg. „Die Tiefe spricht für uns. Vielleicht können wir sie über 40 Minuten müde machen, selbst wenn es zu Beginn holprig ist.“

Denn Korner erwartet schon einen anderen Verlauf als gegen den MBC. „Der MBC ist offensivorientierter, Frankfurt ist defensivorientiert. Sie haben uns schon in der Pre-Season mit nur zwei, drei BBL-Spielern und vielen jungen massive Schwierigkeiten bereitet mit ihrer Aggressivität. Wie sie spielen und verteidigen, liegt uns nicht.“ Und selbst wenn der zweitbeste Scorer der BBL, Matt Mobley, noch ausfallen sollte, hätten die Skyliners mit Jon Axel Gudmundsson, Joe Rahon, Kamari Murphy und Quantez Robertson noch gute Leute an Bord. Und der gerade einmal 16-jährige Joshua Bonga verewigte sich am vergangenen Freitag bei seinem zweiten Auftritt, der 73:85-Niederlage in Bonn, mit insgesamt sieben Zählern als zweitjüngster Scorer aller Zeiten in der BBL-Historie.

Physis, Dreier und auf den Ball aufpassen

„Wir müssen Physis bringen und dagegenhalten“, gibt Korner die Marschroute vor. „Und wir müssen gegen ihre kompakte Defensive sehr smart angreifen.“ Dabei würde es helfen, wenn die Würfe von außen so fallen wie vor allem in der zweiten Halbzeit gegen den MBC (am Ende 12/25 Dreier). „Das wäre viel wert. Dann zwingen wir sie raus, sonst machen sie die Zone dicht. Und wir müssen auf den Ball aufpassen und dürfen sie nicht ins Laufen kommen lassen. Frankfurt macht zwar keine 100 Punkte plus (eine der zwei Ausnahmen war das Hinspiel, Anm. d. Red), aber sie sind da sehr effektiv.“ Gegen den MBC leistete sich das Medi-Team zwölf Ballverluste, bei den Weißenfelsern ging allein die Hälfte der 20 Turnovers auf das Konto von Marko Krstanovic.

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