Letzter Neuzugang Tigers verpflichten torgefährlichen Tyler Gron

Von den Kassel Huskies wurde Tyler Gron als bester Scorer vor die Tür gesetzt. In der kommenden Saison will der 29-jährige Außenstürmer im Bayreuther Trikot wieder jubeln. Foto: Imago/Eibner

EISHOCKEY. Mit der Verpflichtung von Tyler Gron haben die Bayreuth Tigers ihre Kaderplanungen für die kommende DEL2-Saison abgeschlossen. Der 29-Jährige ist in der zweithöchsten deutschen Spielklasse kein Unbekannter und ging zuletzt für den Ligarivalen Tölzer Löwen auf Torejagd.

Der 1,80 Meter große und 88 Kilo schwere Außenstürmer wurde in Spruce Grove in der Provinz Alberta geboren, ist aber Deutsch-Kanadier und besetzt daher keine Ausländerposition. „Die vierte Kontingentstelle bleibt vorerst frei, damit wir bei Bedarf – zum Beispiel bei größeren Verletzungen – entsprechend reagieren können“, wird Trainer Petri Kujala in einer Vereinsmitteilung zitiert. „Wir sind mit der Zusammenstellung der Mannschaft sehr zufrieden und sicher, dass wir erneut eine gute Rolle in der Liga spielen können.“

Fast ein Punkt pro Spiel

Eine wichtige Rolle soll dabei Gron mit seiner Torgefahr einnehmen. In bisher 155 Hauptrunden-Einsätzen in der DEL2 für die Ravensburg Towerstars, Heilbronner Falken, Kassel Huskies und Bad Tölz brachte er es auf 144 Scorerpunkte (76 Tore, 68 Assists), was einem Schnitt von 0,93 pro Spiel entspricht. In den Playoffs beziehungsweise Playdowns ist seine Bilanz mit 19 Punkten (8 plus 11) in 19 Partien sogar noch etwas besser.

Das Eishockeyspielen erlernte Gron in seiner kanadischen Heimat. Über die amerikanische College-Liga NCAA (Northern Michigan University) sowie die unterklassigen AHL (Bridgeport Sound Tigers, Worcester Sharks) und ECHL (Idaho Steelheads, San Francisco Bulls, Ontario Reign) kam er zur Saison 2014/15 erstmals nach Europa. Im folgenden Jahr ging es dann aus Mailand nach Ravensburg. Nach nur zwölf Spielen für die Towerstars und einem weiteren kurzen Gastspiel bei Esbjerg Energy in Dänemark kehrte Gron wieder in die DEL2 zurück.

Erwartungen in Kassel nicht erfüllt

„Ich verstehe, dass viele Fans wegen der häufigen Wechsel skeptisch sind“, ist sich Gron bewusst. „Leider bin ich da ein Gefangener des business of hockey.“ Mitte Januar hatten sich die Kassel Huskies von dem 29-Jährigen getrennt, obwohl er gemeinsam mit Richard Mueller die interne Scorerliste der Nordhessen anführte (36 Punkte in 39 Spielen). „Tyler hat zuletzt die Erwartungen, die wir an ihn hatten, in vielen Punkten nicht erfüllt. Wir haben deswegen gemeinsam die Entscheidung getroffen, ihn zu beurlauben“, erklärte damals Huskies-Sportdirektor Rico Rossi.

Jetzt freut sich Gron auf den Neuanfang bei den Tigers: „Bayreuth wird dafür ein toller Ort sein. Ich will und werde hart arbeiten, um dem Team zu Siegen zu verhelfen, und dann Hockey wieder genießen.“ Die Eingewöhnung dürfte ihm dadurch leichter fallen, dass er Brett Jaeger (Frankfurt) sowie Henry Martens und Ville Järveläinen (Heilbronn) bereits von vorherigen Stationen kennt.

Keine Stelle für Jozef Potac

Mittlerweile steht auch endgültig fest, dass der ehemalige Tigers-Kapitän Jozef Potac keine Trainerstelle bekommen wird. Dazu Geschäftsführer Matthias Wendel: „Von unserer Seite gab es ein Modell, in welchem Jozef Potac zu 50 Prozent als weiterer Co-Trainer der DEL2-Mannschaft eingeplant war. Mit der anderen Hälfte seiner Arbeitszeit hätte er – bei vollständiger Finanzierung durch die GmbH – dem Stammverein in mitverantwortlicher Position für die Nachwuchsarbeit zur Verfügung gestanden.“ Die Vereinsführung habe diesen Vorschlag aber abgelehnt, weil ein weiterer hauptamtlicher Nachwuchstrainer beziehungsweise -leiter zum aktuellen Zeitpunkt nicht weiterhelfen könne.

 

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