Zu „Pfiffe und Buhrufe für den Kanzler“ vom 13. Mai schreibt Fritz Sauerteig aus Helmbrechts:
Pfiffe und Buhrufe hatte der DGB nur für den Kanzler übrig. Das kritisiert ein Leser.
Zu „Pfiffe und Buhrufe für den Kanzler“ vom 13. Mai schreibt Fritz Sauerteig aus Helmbrechts:
Nach der Werbung weiterlesen
Man sollte die inszenierten und vorbereiteten Ausfälle gegen Kanzler Merz nicht zu hoch hängen. Zum einen ging ja in den letzten Jahren der Respekt vor Vertretern von Bund, Land und Behörden wie auch Polizei und Feuerwehr et cetera tüchtig den Bach runter – Hauen, Stechen und Spucken ist fast alltäglich. Insofern war Friedrich Merz wohl wenig überrascht beim DGB.
Seit dem bewussten und wohl auch von der Presse geförderten Missverständnis, dass seine Aussage zur „Basisabsicherung“ in keiner Hinsicht mit einer Kürzung der Renten gleichzusetzen war denn als überfälliger Hinweis, dass eine eigenverantwortliche Vorsorge und Absicherung fürs Alter seit langem Not tut, aber nicht ausgesprochen werden durfte.
Schlimm (aber eigentlich vorhersehbar), dass Bärbel Bas sich und damit die SPD auf der gleichen Veranstaltung von der Bundesregierung und ihren Plänen distanziert: Man steht ja vor Genossen beziehungsweise SPD-nahen Delegierten, denen man nach der Trillerpfeife reden muss. Wenig verwunderlich, dass die DGB-Vorsitzende Fahimi (zweite Amtsperiode voraus) aus welchen Gründen auch immer, festhält am Arbeitszeitgesetz (acht Stunden Arbeit am Tag als Maximum), dessen Grundlagen letztlich von 1918 stammen. Absurde und wohl SPD- und gewerkschaftsfreundliche Hochrechnungen drohen mit über 70 Stunden Arbeitszeit pro Woche für manche Beschäftigte bei den beabsichtigten Änderungen.
Dass es andererseits Erleichterungen für die sogenannte work-life-balance gäbe (Homeoffice oder Bündelungen von Arbeitsstunden) oder gar Möglichkeiten für teilzeitbeschäftigte Frauen, so mehr Stunden in der Woche arbeiten zu können, ist offenbar wenig bedeutsam. Kann man logisch auch dem Kanzler in die Schuhe schieben, da ihm ja schlicht Empathie fehlt, auch das zu erklären.
Lesermeinungen sind keine Stellungnahmen der Redaktion und können nur mit Name und Wohnort des Absenders veröffentlicht werden. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzung vor.
Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Sie können direkt unter dieser Lesermeinung Ihren Kommentar schreiben.