Telefonische Krankschreibung Was ist eine leichte Atemwegserkrankung?

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Eine telefonische Krankschreibung ist möglich „sowohl bei Infekten als auch bei anderen Erkrankungen für bis zu sieben Tage“, sofern ein Arztbesuch „nicht unbedingt notwendig“ ist, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung erklärt. Foto: dpa/Jens Büttner

Deutschland rüstet sich für die im Herbst zu erwartende Corona-Welle. Für eine Krankschreibung bei leichten Atemwegserkrankungen wie einer Erkältung reicht ein Anruf beim Hausarzt.

Angesichts steigender Corona-Zahlen sind Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden seit Anfang August wieder telefonisch und ohne Praxisbesuch möglich. Für die Entscheidung verantwortlich ist der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken (G-BA), dem höchsten Gremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen Deutschlands. Diese Regelung gilt vorerst befristet bis zum 30. November.

Wann ist eine telefonische Krankschreibung möglich?

Damit sich in Arztpraxen weniger Menschen anstecken, soll für eine siebentägige Krankschreibung bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nun wieder ein Telefongespräch mit dem Arzt reichen.

Ebenfalls telefonisch kann die Krankschreibung für weitere sieben Tage verlängert werden. Die Regelung galt bereits zu Beginn der Corona-Pandemie, war aber zum 1. Juni angesichts der entspannteren Infektionslage ausgelaufen.

Inzwischen sind die Corona-Zahlen aber wieder gestiegen. Gleichzeitig beginnt in den kommenden Monaten die Erkältungs- und Grippesaison. „Wir wollen volle Wartezimmer in Arztpraxen und das Entstehen neuer Infektionsketten vermeiden“, sagt der Ausschussvorsitzende Josef Heckener. Die telefonische Krankschreibung sei eine einfache, erprobte und bundesweit einheitliche Lösung dafür.

Welche Arten von Atemwegserkrankungen werden unterschieden?

Unterschieden wird zwischen akuten und chronischen Atemwegserkrankungen

Akute (leichte) Atemwegsinfektionen sind beispielsweise eine Erkältung, Bronchitis (Entzündung der unteren Atemwege) oder Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhle). Die Erkrankung äußert sich in Symptomen wie Schnupfen oder Husten - dies meist über einen begrenzten Zeitraum von acht bis 14 Tagen überstanden.

Im Gegensatz dazu halten Beschwerden bei einer chronischen (schweren) Atemwegserkrankung über einen längeren Zeitraum an. Werden die Symptome nicht entsprechend medizinisch behandelt, können Atemwege und Lunge dauerhaft geschädigt werden.

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