Seit Herbst 2014 werden in der Berufsfachschule des BRK-Kreisverbandes Männer und Frauen zu Notfallsanitätern ausgebildet, die in absehbarer Zeit die Rettungsassistenten ersetzen. Ihr Vorteil: Aufgrund ihrer Ausbildung können und sollen sie Aufgaben übernehmen, die den Rettungsassistenten verwehrt sind und noch immer nur von (Not-) Ärzten erfüllt werden dürfen. Dafür bedarf es einer fundierten Ausbildung, die in der Berufsfachschule erbracht wird und ab sofort noch eine Steigerung erfährt. Denn im sogenannten Rettcampus können die Schüler die Versorgung von Notfallpatienten unter realistischen Bedingungen erlernen. "Ganz praxisnah", wie es der Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes, Klaus-Günter Dietel, beschrieb. Praxisnah heißt, dass die Räume im Erdgeschoss des Gebäudes auf einer Fläche von 600 Quadratmeter umgestaltet und neu möbliert wurden. So befinden sich dort neben dem beschriebenen Wohnzimmer eine Küche, ein Schlaf-, ein Kinder- und ein Badezimmer, eine komplette Wohnung also. "Wir können hier jede häusliche Notfallsituation nachspielen", erklärte Kreisgeschäftsführer Peter Herzing. "Die Rettung eines Notfallpatienten im Badezimmer ebenso wie die in der engen Toilette."