Ganz am Anfang, Familie Schmieder war gerade eingezogen, standen häufig Leute vor der Tür, die Fahrkarten kaufen wollten. Oder das Bahnhofsklo benutzen. Es dauerte ein bisschen, bis die Seybothenreuther merkten: Hier wohnt jetzt jemand. Ganz privat. Familie Schmieder – Roland (54) und Sylvia (51), damals noch mit zwei kleinen, heute mit drei erwachsenen Kindern – hatte das Gebäude 1995 gekauft, als die Bahn es abstoßen wollte. Die Familie war auf der Suche nach einem Haus mit Garten, Seybothenreuth gefiel ihnen – auch wegen der guten Anbindung an Bundesstraße und Bahn. Als der Bahnhof zum Verkauf stand, für damals 185 000 Mark, griffen sie zu.