Eine 18-jährige Fahranfängerin wollte nach Polizeiangaben mit ihrem Fahrzeug an der Anschlussstelle Bad Berneck in den Fließverkehr einfahren. Hierbei schätzte sie eine Lücke falsch ein und streifte beim Wechsel auf die Autobahn mit dem Heck ihres VW Polos leicht die Front eines dort auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Sattelzuges. 

Der VW schleuderte daraufhin vor dem Sattelzug nach links über alle drei Spuren der Nordfahrbahn und krachte in die Betonmittelschutzwand. Durch die Wucht des Aufpralls geriet das Auto  in Folge auf die Schutzwand und rutschte noch einige Meter mittig weiter. Die junge Frau konnte sich selbst aus der misslichen Lage befreien und wurde nur leichter verletzt. Sie wurde vorsorglich durch den Rettungsdienst in ein örtliches Krankenhaus gebracht.

Die Schutzwand war bei Eintreffen mehrerer Streifen der Verkehrspolizei Bayreuth auf die Gegenfahrbahn verschoben. Auch ragte der Pkw beidseitig in die Fahrbahn, sodass jeweils ein Fahrstreifen weggenommen werden musste. Durch das hohe Verkehrsaufkommen kam es anfangs zu größeren Verkehrsbehinderungen mit mehreren Kilometern Rückstau.

Das Unfallauto wurde durch ein Abschleppfahrzeug mit dem Kran geborgen, die Autobahnmeisterei kümmerte sich um die Ausrichtung der Schutzwand. Der Gesamtschaden wird auf zirka 6000 Euro beziffert. Unterstützend waren Kräfte des THW Bayreuth und Kulmbach mit im Einsatz. Die junge Frau aus dem nördlichen Landkreis muss sich nun wegen des Vorfahrtsverstoßes verantworten, so die Polizei.