Lange Umleitung Königsallee wegen Bahnbaustelle dicht

Foto: Eric Waha

BAYREUTH. Geplant ist es schon lange, konkret wird das Vorhaben recht kurzfristig: Die Bahn muss an den Bahnübergang in der Königsallee ran. Deshalb muss der Bahnübergang in der ersten September-Woche komplett gesperrt werden. Für die Autofahrer, die aus dem Bayreuther Osten kommen oder dorthin wollen, bedeutet die Sperrung vom 2. bis 6. September einen großen Umweg.

Schon seit „zwei oder drei Jahren“ sei es angedacht, im Bereich des Bahnübergangs Gleise auszubessern und ein Entwässerungsrohr, das den Bahnübergang vor Unterspülung schützen soll, auszutauschen, sagt Heiko Ellner-Schuberth, der stellvertretende Leiter des Straßenverkehrsamts der Stadt, am Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung. „Klar war auch immer, dass das in den Ferien passieren muss, weil die verkehrlichen Auswirkungen da nicht so schlimm sind.“ Relativ kurzfristig habe die Deutsche Bahn jetzt die Stadt informiert, dass die Arbeiten, für die unter anderem auch eine Gleis-Stopfmaschine zum Einsatz komme, deren Termine eng getaktet seien, was Abstimmungen schwer möglich mache, wie Ellner-Schuberth sagt, jetzt gemacht werden sollen.

Pendler werden mit Tafeln gewarnt

„Die Königsallee allerdings ist ja doch eine Haupteinfallstraße, deren Verkehr nicht so einfach umzuleiten ist“, sagt Ellner-Schuberth. Deswegen werden die Pendler bereits in Kürze mit entsprechenden Vorwarntafeln, die unter anderem in der Königsallee aufgestellt werden, darauf hingewiesen, dass sie sich ab dem 2. September um 7 Uhr einen anderen Weg suchen müssen. Im Prinzip ist die vorgeschlagene Umleitungsstrecke simpel: „Sie führt über die Aichiger Spange, also die B 22, nach Wolfsbach und von dort über die Nürnberger Straße zum Hohenzollernring. Und umgekehrt natürlich auch. Das ist die Umleitung, die wir empfehlen“, sagt Ellner-Schuberth.

Eine andere Strecke, die über St. Johannis führt, „werde ich nicht offiziell anbieten“, sagt der stellvertretende Verkehrsamtsleiter. Nicht zuletzt wegen der „Tonnagebeschränkung der Brücke nahe der Hölzleinsmühle, die für Schwerverkehr nicht zugelassen ist“. Ellner-Schuberth sagt, er sei sich bewusst, „dass es nicht einfach sein wird, den Verkehr überall abzufangen, weil ja viele Straßen in diese Richtung führen“. Deshalb werde man die Umleitung weiträumig ankündigen: an der Hindenburgstraße, am Wittelsbacherring, an der Friedrich-Ebert-Straße sowieso.

Fußgänger und Radfahrer nicht betroffen

Lediglich Fußgänger und Radfahrer – „die wir ja schwer weit umleiten können“, wie Ellner-Schuberth sagt – müssen in der Königsallee keine weiteren Wege in Kauf nehmen: „Für sie gibt es in der Baustelle eine Durchgangsmöglichkeit. Allerdings wird der Bahnbetrieb nach unseren Informationen zum Teil auch während der Bauarbeiten weiterlaufen.“ Speziell die Radler müssen ja ohnehin einen Umweg in Kauf nehmen, denn eine weitere Bahn-Baustelle in der Nähe des Jüdischen Friedhofs wird auch zu Beginn des neuen Schuljahres noch nicht abgeschlossen sein: „Ich habe mich mit dem Bauleiter dieser Baustelle unterhalten. Er hat mir von großen Gelände-Anpassungen berichtet. Außerdem muss der Radweg dort nach dem Einschieben der neuen Brücke erst wieder hergestellt werden.“ Deshalb, sagt Ellner-Schuberth, gehe er weiter davon aus, dass die Unterführung nicht vor dem 31. Oktober wieder freigegeben werden könne.

Drei Buslinien werden umgeleitet

Betroffen von den Bauarbeiten in der Königsallee ist auch der Stadtbusverkehr: Nach Auskunft der Fahrdienstleitung der Stadtwerke fahren die Linien 302, 307 und 322 anders. Die Linie 302 beispielsweise bediene die Haltestellen Colmdorf, Rollwenzelei, Eremitage und Ochsenhut nicht. Die Eremitage und die Ochsenhut könnten über die Linie 303, die nach Seulbitz fährt, erreicht werden, heißt es in einer Mitteilung. Die Linie 307 fahre die Haltestellen Oberfrankenhalle, Wahnfried, Wieland-Wagner-Straße, Neue Heimat, Schwabenstraße und Colmdorf nicht an. Die Haltestelle Wahnfried werde allerdings von der 302 bedient.

Die Linie 322 fahre ein Mal pro Stunde, wenn der Bus in Richtung Laineck fahre, die Haltestellen in Aichig und St. Johannis an. „Fahrgäste aus Aichig und St. Johannis, die stadteinwärts Richtung ZOH fahren möchten, müssen deshalb bereits bei den Stadtauswärtsfahrten zusteigen“, heißt es in der Mitteilung. Aushänge an den Tafeln vor Ort informierten die Fahrgäste zudem.

 

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