Stark gestiegene Nachfrage nach Tofu
Seit Jahren berichtet der Handel von einer gestiegenen Nachfrage nach Tofu. Bei Rewe hat sich die Nachfrage in den vergangenen drei bis vier Jahren nach eigenen Angaben verdoppelt. 2025 habe der Absatz rund 30 Prozent über dem Vorjahr gelegen.
Tofu habe sich als Lebensmittel etabliert, passe gut zur deutschen Küche und sei universell einsetzbar, sagte Gunther Hirschfelder, Ernährungsforscher der Universität Regensburg. "Viele Menschen versuchen besser zu leben und ihrem Körper etwas Gutes zu tun." Tofu genieße einen besseren Ruf als andere Alternativprodukte und sei vergleichsweise preiswert.
Engpässe bei der Produktion - manche Artikel nicht immer verfügbar
Dabei gibt es seit diesem Frühsommer Kapazitätsengpässe bei einzelnen Herstellern. Im Einzelfall könne es vorkommen, dass bestimmte Artikel vorübergehend nicht verfügbar seien, hieß es von Lebensmittelgeschäften.
Der große Tofu-Hersteller Taifun schreibt auf seiner Internetseite: "Leider konnten wir zuletzt nicht alle Produkte in der nachgefragten Menge zur Verfügung stellen." Vorübergehende Produktionsprobleme hätten eine stark reduzierte Naturtofu-Menge verursacht, die Basis aller Produkte sei. In der Folge seien Lagerbestände deutlich zurückgegangen, im Einzelhandel seien Produkte deshalb teilweise "nicht so gut verfügbar".
Bei einigen Produkten hat Taifun die Herstellung vorerst eingestellt, um die Produktion zu stabilisieren. Das Unternehmen erweitert zudem seine Produktionskapazitäten, um die Versorgung zu sichern. Am Standort in Freiburg wird in diesem Jahr eine neue Tofu-Anlage und ein Soja-Silo gebaut. Tofu wird aus Sojabohnen hergestellt.