Für CSU und Freie Wähler ist der Grüne Toni Schuberl eine notorische Nervensäge. Wenn der Niederbayer als Rednerpult tritt und dort seine Abneigung gegen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zelebriert, fliegen die Zwischenrufe nur so aus den Reihen der Koalition. In einer Debatte um das Mindestalter von Regierungschefs in Bayern fragte Schuberl deren Abgeordnete mit der Penetranz eines tropfenden Wasserhahns, ob es denn eine einzige Maßnahme Söders in dessen achtjähriger Amtszeit wüssten, mit der er das Leben der Menschen in Bayern ganz konkret verbessert habe. In die Aufregung der Koalitionäre darüber („Frechheit“, „Unverschämtheit“, „Sauerei“) fiel Staatskanzleiminister Florian Herrmann (CSU) sehr wohl etwas ein: „Er wollte nicht mit den Grünen koalieren!“ Kann man so sehen.