Wunsiedel - Die Diskussion um das Klinikum Fichtelgebirge hat in den letzten Wochen die Schlagzeilen beherrscht. Aus diesem Grund meldet sich jetzt auch der Landrat und gleichzeitige Aufsichtsratsvorsitzende der Klinikum Fichtelgebirge gGmbH, Peter Berek, zu Wort.

„Vorab möchte ich betonen, dass solche Diskussionen in einer Demokratie selbstverständlich dazu gehören und dass es richtig und wichtig ist, öffentliche Themen wie unser Klinikum auch kontrovers und, wenn es erforderlich ist, auch öffentlich zu diskutieren.“ Ihm sei auch bewusst, dass es für die Beschäftigten des Klinikums nicht immer angenehm sei, so in der Öffentlichkeit zu stehen.

„Bewusst möchte ich mich nicht zu den dargestellten Details äußern und damit den Blick zurück, sondern diesen lieber in die Zukunft richten und eine meiner zentralen Forderungen erneut aufgreifen. Der Schlüssel für eine gute Zukunft des Klinikums liegt unter anderem darin, dass wir unser Haus als eines sehen. Es bringt uns nicht weiter, die Betriebsstätten Marktredwitz und Selb oder gar die Städte Marktredwitz und Selb gegeneinander auszuspielen. Darin gibt es auch eine große Einigkeit mit den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Oliver Weigel und Ulrich Pötzsch.“

Die Mitarbeiter des Klinikums hätten im Moment vor allem die Sorge, die großen Belastungen durch die Pandemie zu bewältigen. „Dies sollte derzeit auch im Mittelpunkt stehen. Aktuell haben wir neben dem normalen Klinikbetrieb über 71 Corona-Erkrankte zu versorgen, acht davon intensiv, Tendenz steigend. Dafür brauchen wir alle Kräfte und beide Betriebsstätten.“ Für ihren großen Einsatz bedankt sich Peter Berek.

„Unabhängig davon geht die strukturelle Arbeit an der Zukunft des Klinikums mit großen Anstrengungen, natürlich unter Einbindung der Oberbürgermeister Oliver Weigel und Ulrich Pötzsch, weiter. Wir haben uns auferlegt, dabei sehr sorgfältig vorzugehen.“ Gemeinsam mit dem ärztlichen Direktor, unserer Ärzteschaft, allen Abteilungen sowie der Geschäftsführung entwickle man die Zukunftsmodelle für das Klinikum weiter. Dabei gebe es keine Denkverbote, aber ein tragendes Ziel: „Wir wollen das Klinikum trotz der nicht einfachen Rahmenbedingungen nicht lediglich erhalten, sondern stärken. Dazu gehört auch, dass wir intensiv über weiterbringende Kooperationen nachdenken.“ In der derzeitigen Phase brauche man ein enges Miteinander, Geduld und Vertrauen. Der Aufsichtsratsvorsitzende betont, „dass wir jeden Tag intensiv und im besten Sinne die Zukunftsfragen bearbeiten“. red