Der VGN möchte die Kosten geringer halten
Fast eine Million Euro müsste der Landkreis aufbringen, um die Einnahmeverluste der Verkehrsunternehmen auszugleichen. „Eine Summe, die im Haushalt so nicht darstellbar ist“, sagt der Landrat. „Warum das für uns so teuer ist, konnte mir keiner erklären“, sagt Söllner. Allein durch den Beitritt müsste die Kreisumlage um zwei Punkte angehoben werden. Doch das würden sich die Gemeindebürgermeister nicht bieten lassen. So fragte Söllner bei der Staatsregierung zweimal nach einer „außerordentlichen Strukturhilfe“, bekam dort aberl eine Abfuhr.
Der Zug ist für Kulmbach aber noch nicht abgefahren. Söllner bekräftigt, der Kreistag strebe nach wie vor den Beitritt zum VGN an. Allerdings zu günstigeren Kosten. „Wir sind deshalb im Gespräch mit dem Verkehrsverbund.“ Dabei gehe es um eine Neuberechnung der Kosten mit anderen Partnern im Verbund. Söllner nennt die Regionen Wunsiedel, Kitzingen, Haßberge und Kronach. Dabei geht es um die dritte VGN-Erweiterungsrunde, deren Vorarbeiten für 2016 bis 2019 geplant sind. Sinken dann die Kosten doch noch, wird der Beitritt wahrscheinlicher. Söllner: „Vorher ist ein Beitrittsbeschluss im Kreistag nicht möglich.“